Klin Padiatr 1986; 198(5): 395-400
DOI: 10.1055/s-2008-1033896
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Stellenwert des Basophilenstimulationstestes in der Diagnostik des kindlichen Asthma bronchiale

Diagnostic Value of the Histamine Liberation Test in Bronchial Asthma of ChildhoodG.  Kusenbach , J.  Hoff , J.  Ludwig , D.  Reinhardt
  • Zentrum für Kinderheilkunde der Universität Düsseldorf
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Publication Date:
13 March 2008 (online)

Abstract

The diagnostic value of histamine liberation from basophile granulocytes (BST) was investigated in asthmatic children with house dust, house dust mite or moulds allergy. BST corresponded at about 80 % to skin prick test (PRICK) and radio-allergo-sorbens test (RAST) in 178 patients. The relevance of the results of BST, PRICK and RAST for the athmatic symptoms was proved by bronchial provocation in 77 children. BST corresponded clearly better to the inhalation test than PRICK and RAST. Correspondence of BST in house dust mite allergy amounted to 94 %, in house dust allergy to 100 %, and in moulds allergy to 77 %. Overall correspondence of BST was 92 %. Even when RAST and PRICK showed different results correspondence of BST attained 91 %. In cases with identical results of BST, PRICK and RAST the bronchial provocation test corresponded in 98 %. It is concluded, that if history fits to BST, RAST and PRICK bronchial provocation is no longer essential for the diagnosis of relevant allergens in perennial childhood asthma. This seems to hold also in cases of house dust or house dust mite allergy, where the result of PRICK or RAST is different. Especially in childhood the use of BST in the diagnostic procedure provides the following advantages: risks of bronchial provocation and the necessary hospitalisation can be avoided, cooperation of the patient is not needed, and costs can be reduced.

Zusammenfassung

Die Wertigkeit des Basophilenstimulationstestes (BST) bei Verdacht auf Hausstaub-, Hausstaubmilben- oder Schimmelpilzallergie wurde untersucht. Bei insgesamt 178 Fällen fand sich eine ca. 80%ige Übereinstimmung des Basophilenstimulationstestes mit dem Radioallergosorbenstest (RAST) und dem Hautpricktest (PRICK). Bei Vergleich der 3 Methoden mit den Ergebnissen der bronchialen Provokation in 77 Fällen zeigte sich für alle 3 Allergengruppen eine überlegene Zuverlässigkeit des BST gegenüber PRICK und RAST. Die Übereinstimmung des BST mit dem Ergebnis der bronchialen Provokation betrug bei Allergie gegen Hausstaubmilben 94 %, bei Hausstaub 100 %, bei Schimmelpilzen 77 % und für die Gesamtgruppe 92 %. Auch bei gegensätzlichen Ergebnissen von RAST und PRICK erreichte der BST noch eine Übereinstimmung von 91 % mit der bronchialen Provokation, während bei Übereinstimmung von allen 3 Tests die Treffsicherheit bei 98 % lag. Es wird gefolgert, daß zumindest in den Fällen, wo BST, RAST und PRICK mit der Anamnese übereinstimmen, auf eine bronchiale Provokation verzichtet werden kann. Dieses Vorgehen erscheint auch möglich, wenn bei Hausstaub- oder Hausstaubmilbenallergie der RAST oder der PRICK von den übrigen Befunden abweicht. Insbesondere im Kindesalter bietet die Einbeziehung des BST in das diagnostische Vorgehen folgende Vorteile: Der BST ist weitgehend unabhängig von der Kooperation des Patienten, das Risiko der bronchialen Provokation und die deshalb notwendige Hospitalisierung des Kindes können vermieden werden, letztendlich ist so ein Beitrag zur Kostendämpfung möglich.

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