ZWR - Das Deutsche Zahnärzteblatt 2007; 116(11): 562
DOI: 10.1055/s-2007-998827
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Parodontale Erkrankungen auf dem Vormarsch - Trotz starken Kariesrückgangs in Deutschland nach wie vor Handlungsbedarf

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Publication Date:
28 November 2007 (online)

 

Das Ergebnis der 4. Deutschen Mundgesundheitsstudie, die das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) im Jahr 2005 durchgeführt hat, zeigt, dass über 70% der Erwachsenen unter Parodontalerkrankungen leiden. Dabei wurden 4 631 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger aus 4 Altersgruppen zum Zustand ihrer Zähne befragt und zahnmedizinisch untersucht.

Intensive Prophylaxe und gute zahnärztliche Versorgung führten zu einem starken Kariesrückgang in Deutschland. Aber Zähne, die länger erhalten bleiben, zeigen ein erhöhtes Parodontitisrisiko. Insbesondere bei Erwachsenen und Senioren haben Parodontalerkrankungen wie Gingivitis und Parodontitis erheblich zugenommen; 53% der Erwachsenen weisen mittelschwere und 21% schwere Erkrankungen auf. Ein ähnliches Bild liefert die Prävalenz der Parodontalerkrankungen bei Senioren, von denen 48% von einer mittelschweren und 40% von einer schweren Form betroffen sind.

Da Parodontalerkrankungen die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen sind, ist eine frühzeitige Diagnose von großer Bedeutung. Im Rahmen einer Basisuntersuchung erhebt der Zahnarzt unterschiedliche dentale Parameter wie den Plaque-Index, den Blutungs-Index und den Parodontalen Screening Index (PSI). Daraufhin können gezielte Behandlungsstrategien, z.B. Kurzzeitanwendung von Antiseptika (alkoholfreie 0,2%ige Chlorhexidin-Lösung) erfolgen.

"Zusätzliche Therapiemaßnahmen bei Gingivitis und Parodontitis können nur dann erfolgreich sein, wenn sichergestellt ist, dass Patienten eine optimale häusliche Mundhygiene durchführen", erklärt Dr. Ruth Hinrichs, wissenschaftliche Produktmanagerin der GABA GmbH. "Hier gilt es, die Patienten zu einer besseren Mitarbeit bei der Vorbeugung und Behandlung dieser Erkrankungen zu bewegen." Sie benötigen eine problemorientierte Lösung, die dem gereizten und entzündeten Zahnfleisch Rechnung trägt, zum anderen aber auch die täglichen Mundhygienegewohnheiten berücksichtigt und fördert. Neben einer täglichen Reinigung der Interdentalräume ist für die Langzeitanwendung die Wirkstoffkombination Aminfluorid/Zinnfluorid besonders empfehlenswert. Abgesehen von der häuslichen Mundhygiene sollen Gingivitis- und Parodontitis-Patienten in ein umfassendes Recallsystem seitens der Zahnarztpraxis einbezogen werden, um Karies, Gingivitis und Reinfektionen von Parodontaltaschen vorzubeugen.

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