Pädiatrie up2date 2008; 3(2): 127-141
DOI: 10.1055/s-2007-995724
Gastroenterologie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Neonatale Cholestase

Burkhard  Rodeck
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
28. Mai 2008 (online)

Einleitung

Ein physiologischer Neugeborenikterus ist häufig und erfordert in der Regel keine spezifische Diagnostik oder therapeutische Massnahmen, wenn das Bilirubin unterhalb der Fototherapiegrenzen bleibt. Bei einem Icterus gravis (Bilirubin > 14 g/dl bzw. 238 µmol/l) oder einem Icterus prolongatus (> 14 Tage) sollte neben einem Morbus hämolyticus neonatorum auch an cholestatische Lebererkrankungen gedacht und eine Differenzierung des Bilirubins vorgenommen werden (indirektes vs. direktes Bilirubin). Der Terminus Ikterus bedeutet lediglich eine Gelbfärbung von Skleren, Haut und Schleimhäuten und kann das Symptom einer Cholestase sein. Als Cholestase im eigentlichen Sinn bezeichnet man die reduzierte Galleausscheidung der Leber in den Darm. Im Neugeborenenalter ist eine rasche Diagnostik einer Cholestase zwingend erforderlich, da es Erkrankungen gibt, die nur bei schneller Einleitung einer spezifischen Therapie effektiv zu behandeln sind.

Merke: Bei einem Ikterus im Neugeborenenalter sollte neben einem Morbus hämolyticus neonatorum auch an cholestatische Lebererkrankungen gedacht werden.

Literatur

Privatdozent Dr. med. Burkhard Rodeck

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Fax: 0541/3264560

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