Suchttherapie 2007; 8(4): 160-161
DOI: 10.1055/s-2007-993171
Kasuistik

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Erste Erfahrungen zum intravenösen Missbrauch von Suboxone® bei ambulanter Opioidsubstitution

First Results on Intravenous Misuse of Suboxone® S. Giacomuzzi 1 , Y. Riemer 1
  • 1Univ. Klinik f. Psychiatrie Innsbruck- Medizinische Universität Innsbruck
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
20. Dezember 2007 (online)

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Einleitung

Die Anwendungsgebiete von Buprenorphin werden gegliedert in die Anwendung als zentral wirksames Schmerzmittel und die Anwendung als Präparat zur Substitution bei der Therapie von Drogenabhängigkeit.

Das Opioid Buprenorphin ist nunmehr seit geraumer Zeit als Substitutionsmittel für Opiatabhängige zugelassen und stellt eine brauchbare Alternative zu Methadon, dem immer noch gültigen konventionellen Standard der Substitutionstherapie, dar [6].

Buprenorphin verfügt über einen anderen pharmakologischen Wirkmechanismus als reine Opiate und hat als partieller Agonist/Antagonist ein differentes Wirkprofil [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10].

Um den Missbrauch dieser Substanz in der Opioidtherapie weiter zu unterbinden wurde Suboxone® entwickelt, welches zusätzlich zum Wirkstoff noch zu 1/4 den Opiatantagonisten Naloxon enthält um die intravenöse Anwendung besser zu unterbinden.

An der Ambulanz für Abhängigkeitserkrankungen der Medizinischen Universität Innsbruck wurden in der Zwischenzeit erste Patienten mit Suboxone® substituiert.

Derzeit existieren keine Mitteilungen aus der Praxis zum Beikonsumverhalten bzw. zum Substanzmissbrauch von Suboxone®. Im Folgenden soll daher ein Fallbeispiel geschildert werden, das ein Missbrauchsverhalten im Rahmen eines Substanzmissbrauchs bei Substitution mit Suboxone® kurz vorstellt.

References

Korrespondenzadresse

Univ. Doz. Dr. S. Giacomuzzi

Medizinische Universität Innsbruck

Univ. Klinik f. Psychiatrie

Ambulanz für Abhängigkeitserkrankungen

Innrain 66a

6020 Innsbruck

Österreich

eMail: salvatore.giacomuzzi@i-med.ac.at