Ultraschall in Med 2007; 28 - P_1_5
DOI: 10.1055/s-2007-988882

Monströser Gallenblasenhydrops und massive intra- und extrahepatische Cholestase bei schleimbildendem Adenokarzinom ausgehend vom Infundibulum

CP Trimborn 1, J Hoffmann 1
  • 1St. Marienkrankenhaus, Medizinische Klinik I, Ludwigshafen, Germany

Einleitung: Die 85-jährige Patientin wurde mit Oberbauchdruck, Sklerenikterus, Erbrechen und Gewichtsabnahme von 3Kg stationär zur Abklärung und Therapie aufgenommen.

Ziel: Aufgrund der Aetas und der Begleiterkrankungen kamen lediglich palliative Maßnahmen in Frage.

Methodik: Bei dem sichtbaren, die Bauchdecke anhebenden, palpatorisch prallelastischen Tumor handelte es sich sonographisch um einen Gallenblasenhydrops, der durch Kompression des Duodenums eine Magenausgangsstenose verursachte. Der Hydrops war Folge eines Infundibulumtumors, der duktulär nach distal bis zur Papille und nach kranial bis in den rechten und linken Hepaticus wuchs. Erst nach mehrmaliger perkutan-transhepatischer Gallenblasenentlastungspunktion von mehreren Litern Galle gelang eine endoskopische Papillotomie mit Stenteinlage. Wegen der lokalen Verdrängungserscheinungen wurde dann eine palliative Cholecystektomie durchgeführt.

Ergebnis: Durch die genannten Maßnahmen besserte sich der Zustand der Patientin deutlich.

Schlussfolgerung: Bei abdomenfüllenden cystischen Raumforderungen ist ein Gallenblasenhydrops differenzialdiagnostisch mit in Erwägung zu ziehen.

Anmerkung: Movies (avi) vorhanden