Diabetes aktuell 2007; 5(4): 155-159
DOI: 10.1055/s-2007-986535
Schwerpunkt

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Früher Nachweis kann schwere Verläufe verhindern - Diabetes und polyendokrines Autoimmunsyndrom

Birgit Gerbert1
  • 1Fachärztin für Innere Medizin, Endokrinologie, Endokrinologikum Dresden
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Publication Date:
27 August 2007 (online)

Der Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung der Betazellen des Pankreas, die mit anderen Autoimmunerkrankungen assoziiert sein kann. Diese können dem Diabetes mellitus Typ 1 vorausgehen oder nachfolgen und verschlechtern häufig dessen Krankheitsverlauf. Zu diesen Autoimmunerkrankungen gehören endokrine (wie Autoimmunthyreopathien, Autoimmunadrenalitis) und nicht endokrine Autoimmunerkrankungen (wie Zöliakie/Sprue, Vitiligo, Alopecia totalis und atrophische Gastritis). Das gemeinsame Auftreten verschiedener endokriner Autoimmunerkrankungen wird als polyglanduläres Autoimmunsyndrom bezeichnet. Man unterscheidet die polyglandulären Autoimmunsyndrome Typ 1 und Typ 2. Für alle Syndrome bestehen mehr oder weniger gesicherte Nachweise einer genetischen Grundlage. Das Erkrankungsrisiko ist assoziiert mit dem Vorhandensein organisch-spezifischer Antikörper, die zum Screening genutzt werden können. Auch eine gründliche Familienanamnese hilft in der Diagnostik und weist auf die genetischen Grundlagen der Autoimmunerkrankungen. Die Therapie richtet sich nach der klinischen Manifestation der einzelnen Erkrankungen.

Literatur

Korrespondenz

Dr. med. Birgit Gerbert

Fachärztin für Innere Medizin, Endokrinologie ENDOKRINOLOGIKUM DRESDEN Zentrum für Hormon- und Stoffwechselerkrankungen

Prager Str. 2a

01069 Dresden

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