Diabetes aktuell 2007; 5(1): 41-42
DOI: 10.1055/s-2007-985315
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Deutschland - ein Diabetesland - Byetta® - eine Alternative bei Typ-2-Diabetes vor der Insulintherapie

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Publication Date:
18 July 2007 (online)

 

"Deutschland, ein Diabetesland", so kommentierte Prof. Oliver Schnell vom Institut für Diabetesforschung in München die Tatsache, dass sich bei uns in den nächsten Jahren eine enorme Zunahme der Zahl von am Typ-2-Diabetes erkrankten Menschen abzeichnet. Waren vor wenigen Jahren noch 5-6 % in der Altersgruppe zwischen 20 und 79 Jahren betroffen, sind es schon derzeit mehr als 9 % und ein weiterer Anstieg ist vorprogrammiert. Weltweit, und das ist nach den Angaben von Schnell eine eher konservative Schätzung, wird die Zahl der Betroffenen von etwa 194 Millionen im Jahr 2003 auf mindestens 333 Millionen im Jahr 2025 steigen.

Die meisten Diabetiker sterben nicht am Diabetes, sondern an kardiovaskulären Erkrankungen, diese sind mit einem Anteil von rd. 75 % die häufigsten Todesursachen. Weitere Komplikationen sind die diabetische Retinopathie (in den Industrieländern die häufigste Ursache für eine Erblindung), die Nierenschädigung (Diabetiker stellen die bei weitem größte Gruppe bei dialsysepflichtigen Menschen), der Schlaganfall (verdoppeltes Risiko bei Diabetes) und die Amputation (bei den unteren Extremitäten 15- bis 40mal häufiger bei Menschen mit Diabetes). Die Komplikationen sind es auch, die Kosten für die Versorgung der Diabetiker in die Höhe treiben. Der Krankenhausaufenthalt ist dabei mit 50 % der größte Kostenblock, das Insulin ist mit nur 5 %, die oralen Antidiabetika sogar mit nur 2 % beteiligt. Grund genug also, hier mit intensiven präventiven und therapeutischen Regimen aktiv zu werden, um das Auftreten der Komplikationen und Spätschäden zumindest hinaus zu zögern.

Literatur