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DOI: 10.1055/s-2007-983535
Die Wertigkeit der Magnetresonanztomographie in der präoperativen Beurteilung des Leisten-Lymphknotenstatus bei Patientinnen mit Vulvakarzinom
1. Fragestellung:
Die komplette inguinale Lymphknotendissektion bei Patientinnen mit Vulvakarzinom geht mit einer hohen peri- und postoperativen Morbidität einher. Zahlreiche Versuche wurden unternommen, bereits präoperativ den Lymphknotenstatus besser einschätzen zu können. Bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) haben diesbezüglich möglicherweise einen hohen Stellenwert. Die Datenlage ist jedoch sehr limitiert. Ziel der vorliegende Studie ist es den Wert von MRT als “Staging-Untersuchung“ bei Patienten mit Vulvakarzinom zu evaluieren.
2. Methodik:
Insgesamt wurden 55 Leistenregionen von 32 Patientinnen mit MRT untersucht. Die Ergebnisse der MRT Untersuchungen wurden mit histo-pathologischen Parametern korreliert.
3. Ergebnisse:
Das präoperativ durchgeführte MRT zeigte in 19 Leistenregionen suspekte, in 28 Leistenregionen unauffällige inguinale Lymphknoten. In 9 Leistenregionen waren die Leistenlymphknoten nicht eindeutig beurteilbar. Das MRT ermöglichte in 53,3% eine korrektes präoperatives Staging (p=0,03). Die Sensitivität lag bei 76,5%, die Spezifizität bei 60%, der positive Vorhersagewert bei 44,8%, der negative Vorhersagewert bei 85,7%.
4. Schlussfolgerung:
Die erhobenen Daten demonstrieren einen akzeptabel hohen prädiktiven Wert des präoperativ durchgeführten MRT bzgl. der Detektion von Lymphknotenmetastasen. Ein präoperativ durchgeführtes MRT kann somit möglicherweise die Operationsplanung unterstützen. Ein Verzicht auf eine Lymphknotendissektion ist basierend auf diesen Ergebnissen nicht möglich.