Geburtshilfe Frauenheilkd 2007; 67 - P_31
DOI: 10.1055/s-2007-983527

BMI-1 Expression beim Ovarial- und Mammakarzinom

A Hönig 1, C Weidler 1, M Kapp 1, J Wischusen 1, J Dietl 1, J Engel 1
  • 1Universitätsfrauenklinik Würzburg, Würzburg

1. Fragestellung:

Die Tumorstammzellhypothese propagiert das die Tumorigenese von einer Zellsubpopulation maligner Zellen mit Stammzelleigenschaften induziert wird. Eine Anzahl entwicklumgsbiologisch entscheidender Signaltransduktionswege u.a. das BMI-1 Protein, das der Gruppe der Polycombproteine zuzuordnen ist, ist ein für das Überleben maligner und nicht maligner Stammzellen bedeutsamer Faktor. Die vorliegende Studie untersucht die Expression von BMI-I in Ovarialkarzinomen und Mammakarzinomen.

2. Methodik:

In-vitro kultivierte SKOV-3 Zellen wurden im Hinblick auf BMI-I mRNA Expression mittels RT-PCR untersucht. Auf Proteinebene wurde BMI-I anhand von Western-Blots sowohl in SKOV-3 Zellen als auch in Gewebeproben von Ovarialkarzinompatientinnen nachgewiesen.

Des Weiteren erfolgte der immunhistochemische Nachweis von BMI-I in Gewebsschnitten von humanen Ovarialkarzinomen und Mammakarzinomen.

3. Ergebnisse:

Humane SKOV-3 Ovarialkarzinome exprimierten BMI-I sowohl auf mRNA als auch auf Proteinebene. In Ovarialkarzinomen ließ sich das BMI Protein immunhistochemisch und mittels Western Blots und in Mammakarzinomen immunhistochemisch nachweisen.

4. Schlussfolgerung:

Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass das Stammzellprotein BMI-I in Ovarialkarzinomen und beim Mammakarzinom von Bedeutung sein könnte. Für das weitere Verständnis ist es nunmehr notwendig, das Antigenexpressionsprofil der Tumorstammzellpopulation näher zu charakterisieren.