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DOI: 10.1055/s-2007-983489
Untersuchungen zum Einfluss von Galektin1 auf die Syncythium Bildung und Steroid Hormon Synthese in Trophoblast Zellen
1. Fragestellung:
Galektin1 gehört zu den beta-Galaktose bindenden Proteinen. In vorhergehenden Arbeiten konnten wir zeigen, dass Galektin1 die BeWo-Zell-Proliferation und -Hormonsekretion inhibiert. In Trophoblastzellen bindet Galektin-1 an das Thomsen-Friedenreich-Antigen. Ziel dieser Untersuchungen war, den Einfluss von Galektin1 auf die Syncythiumbildung in Trophoblastzellen bzw. sein Einfluss auf Enzyme der Steroidsynthese zu untersuchen.
2. Methodik:
Trophoblasttumorzellen (BeWo) wurden in Chamberlides mit einer Zellzahl von
100 000 auf 1ml DMEM Zellkulturmedium pro Kammer ausgesät. Galektin 1 wurde in folgenden Konzentrationen zugesetzt: 0, 10, 30 und 60µl/ml. Nach 48h wurden die Zellen auf den Chamberlides fixiert. Anschließend wurden P450 Aromatase/Beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase und Anti-E-cadherin/Anti-Cytokeratin Immunfluoreszenz-Doppelfärbungen durchgeführt und die Ergebnisse am Fluoreszenzmikroskop ausgewertet.
3. Ergebnisse:
Galektin-1 induziert konzentrationsabhängig die Syncytiumbildung in BeWo Zellen. Gleichzeitig inhibiert Galektin-1 die Expression der P450 Armoatase konzentrationsabhängig. Galektin-1 scheint keinen Einfluss auf die Expression der Beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase in BeWo-Zellen auszuüben.
4. Schlussfolgerung:
Galektin-1 ist ein dimeres Galaktose-bindendes Lektin. Aufgrund seiner Struktur ist es in der Lage, Zell-Zelladhäsionen zu induzieren. Unsere Untersuchungen zeigten, dass Galektin-1 darüber hinaus die Syncytiumbildung von BeWo-Zellen stimuliert. Da Galektin-1 von Trophoblastzellen exprimiert wird, scheint es einen direkten Einfluss auf die Syncytiumbildung in der Plazenta auszuüben. Damit verbunden sind Wirkungen von Galektin-1 auf die Steroidhormonsynthese in diesen Zellen.