Frauenheilkunde up2date 2007; 1(5): 435-449
DOI: 10.1055/s-2007-981341
Geburtshilfe und Perinatalmedizin

© Georg Thieme Verlag Stuttgart ˙ New York

Pränatale Diagnostik und Beratung heute – vom Ersttrimester-Screening zum 4D-Ultraschall

M. Krapp1 , A. K. Ludwig1
  • 1Zentrum für Pränatale Medizin, Endokrinologikum Hamburg
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Publication Date:
08 November 2007 (online)

Kernaussagen

  • Bereits im 1. Trimenon kann eine genaue Beurteilung der Schwangerschaft erfolgen. Dabei kann das Risiko für das Vorliegen von chromosomalen Aberrationen bei unauffälligen Befunden für die Sonografie (Nackentransparenz, Nasenknochen, Trikuspidalklappeninsuffizienz) und Biochemie (PAPP-A und HCG) deutlich gesenkt werden, sodass die Rate an invasiven Diagnostiken (Chorionzottenbiopsie und Amniozentese) in den letzten Jahren deutlich rückläufig war.

  • Der ausführliche Fehlbildungsultraschall zwischen der 19. und 22. SSW ist nach wie vor der Goldstandard. Allerdings ermöglicht ein früherer Fehlbildungsultraschall die Detektion einer Großzahl von Fehlbildungen bereits im 1. Trimenon.

  • Falls im 2. Trimenon eine Laborbiochemie zur Risikobeurteilung bzgl. einer chromosomalen Aberration durchgeführt werden soll, ist der Quadrupel-Test dem Triple-Test vorzuziehen.

  • Wird im 2. Trimenon ein „Softmarker” gefunden, erfordert dies zumindest einen Fehlbildungsultraschall. Dadurch kann das Vorliegen von mehreren Auffälligkeiten ausgeschlossen werden und die Patientin entsprechend beraten werden.

  • Im 3. Trimenon ermöglichen die Wachstumskurven des Mutterpasses eine erste Einschätzung, ob ein Fetus nicht altersentsprechend ist (SGA).

  • Die Farbdopplersonografie ermöglicht eine exakte Zustandsbeurteilung des Feten.

Literatur

Korrespondenzadresse

Priv. Doz. Dr. med. M. Krapp

Zentrum für Pränatale Medizin · Endokrinologikum Hamburg

Lornsenstr. 4–6

22767 Hamburg

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