Diabetes aktuell 2007; 5(1): 15-19
DOI: 10.1055/s-2007-980035
Schwerpunkt

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Epidemiologie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Vor allem Umgebungsfaktoren sind schuld am Anstieg

Thomas Reinehr1
  • 1Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr.med. W. Andler), Universität Witten/Herdecke
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Publication Date:
27 April 2007 (online)

Auch bei Kindern hat sich zur Definition von Übergewicht und Adipositas der Body Mass Index (BMI) durchgesetzt. Kindliche BMI-Werte werden dabei anhand populationsspezifischer Referenzwerte eingeschätzt. Je nach Region sind in Deutschland zwischen 10 % und 24 % der Schulkinder übergewichtig und 4 % bis 8 % adipös. Regionale Erhebungen zeigen, dass die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen weiterhin deutlich ansteigt, mit einer Zunahme ab dem 4. Lebensjahr. Dies lässt auf eine mögliche wichtige Lebensphase für präventive Maßnahmen schließen. Zwar ist die Entstehung der Adipositas multifaktoriell, für den dramatischen Anstieg der Prävalenz im Kindes- und Jugendalter müssen aber vor allem die deutlichen Veränderungen von Umgebungsfaktoren verantwortlich gemacht werden.

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Korrespondenz

Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Reinehr

Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln Universität Witten/Herdecke

Dr. F. Steiner-Str. 5

45711 Datteln

Email: T.Reinehr@kinderklinik-datteln.de