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DOI: 10.1055/s-2007-973285
Nicht-invasive Bestimmung des Herzzeitvolumens mittels Inertgas-Rückatmungsmethode – Vergleich mit Magnetresonanztomographie
Hintergrund: Das Herzzeitvolumen (HZV) ist ein wichtiger Parameter in der Diagnostik und Therapie kardialer Erkrankungen. Die aktuellen Standardmethoden zur Bestimmung des HZV sind jedoch entweder invasiv (Rechtherzkatheter) oder technisch aufwändig (Magnetresonanztomographie, MRT). Die bisherigen nicht-invasiven Methoden zur Messung des HZV mittels Rückatmung von CO2 sind zwar einfach durchzuführen, weisen aber methodisch bedingte Ungenauigkeiten auf. Ziel der Studie war es daher, eine neue Methode zur Bestimmung des HZV mittels Inertgas-Rückatmung zu evaluieren.
Methodik: Bei 38 konsekutiven Patienten wurde unmittelbar vor oder nach einer kardialen MRT das Herzzeitvolumen (HZV) mittels Inertgas-Rückatmung mit Lachgas (N2O) und Schwefelhexafluorid (Innocor, Innovision, Odense DK) im Liegen bestimmt. Als Referenzwerte dienten die in der MRT bestimmten Werte für HZV und Schlagvolumen (SV). Der Vergleich der Methoden erfolgte mittels Bland-Altman-Analyse.
Ergebnisse: Das Patientenkollektiv bestand aus 20Männern (Alter 17–73, Median 53,5) und 18 Frauen (Alter 16–84, Median 56). Das HZV mittels MRT variierte von 3,0–8,8l/min (5,08±1,35l/min; Mittelwert±SD), das HZV mittels Innocor von 1,8–8,5l/min (5,29±1,54l/min). Die Bland-Altman-Analyse ergab eine gute Übereinstimmung der beiden Methoden für das HZV mit einem Mittelwert von –0,21±1,44l/min. Für die Bestimmung des Schlagvolumens ergab sich eine mittlere Abweichung von 0,52±20,93ml (Innocor versus MRT). Beim Vergleich von HZV (MRT) und pulmonaler Blutfluss (Innocor) betrug die Abweichung +0,16±1,29l/min.
Schlussfolgerung: Die Inertgas-Rückatmung ist eine zuverlässige, nicht-invasive Methode zur Bestimmung des HZV.