Gastroenterologie up2date 2007; 3(3): 257-278
DOI: 10.1055/s-2007-966808
Endoskopie/Gastrointestinale Radiologie/Sonographie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Evidenzbasierter Einsatz der Endosonografie in der gastroenterologischen Diagnostik

Christoph  F.  Dietrich
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Publication Date:
23 August 2007 (online)

Kernaussagen

  • Die Endosonografie ist ein integraler Bestandteil gastroenterologischer Diagnostik und Therapie. Sie hat eine interdisziplinäre Schlüsselstellung.

Techniken

  • Die Endosonografie erlaubt die Kombination mit anderen Techniken (kontrastverstärkte Farbdopplersonografie, Elastografie) zur verbesserten Befunddarstellung.

  • Für die Punktion und Feinnadelaspirationszytologie sollte immer der kleinste mögliche und effektive Nadeldurchmesser gewählt werden.

  • Die Komplikationsrate des EUS ist gering.

  • Allein die longitudinale Endosonografie ermöglicht das gesamte Spektrum diagnostischer und therapeutischer Interventionen. Die radiale Technik und die Minisondentechnologie sind bei gezielten Fragestellungen hilfreich.

Indikationen

  • Die Endosonografie ist die Methode der Wahl zur Darstellung der Wandschichten des Gastrointestinaltraktes, zur Abklärung subepithelialer Läsionen, zum Ausschluss einer Choledocholithiasis (Mikrolithiasis) und zum Ausschluss eines Pankreastumors.

  • Die Endosonografie ist hilfreich beim Staging von Tumoren des Gastrointestinaltraktes.

  • Die anale Endosonografie ist bei der Diagnostik der Stuhlinkontinenz hilfreich.

Kontraindikationen

  • Die Endosonografie ist nicht indiziert, wenn mittels einfacherer Verfahren (beispielsweise der transabdominellen Sonografie) die gleiche Aussagekraft möglich ist.

Literatur

Prof. Dr. med. Christoph F. Dietrich

Innere Medizin 2
Caritas-Krankenhaus

Uhlandstraße 7
97980 Bad Mergentheim

Email: christoph.dietrich@ckbm.de

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