Gastroenterologie up2date 2007; 3(1): 7-10
DOI: 10.1055/s-2007-966289
Klinisch-pathologische Konferenz

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Intraabdomineller maligner solitärer fibröser Tumor

Hans-Ulrich  Schildhaus, Reinhard  Büttner, Eva  Wardelmann
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
02. April 2007 (online)

Einleitung

Solitäre fibröse Tumoren (SFT) sind seltene mesenchymale Tumoren mit fibroblastärer Liniendifferenzierung. Sie kommen subkutan, aber auch im tiefen Weichgewebe der Extremitäten und des Kopf-Hals-Bereiches (besonders Orbita) sowie in den großen Körperhöhlen, im Mediastinum und im Retroperitoneum vor. Betroffen sind vorrangig Patienten ab dem jungen und mittleren Erwachsenenalter, Kinder hingegen nur selten [1]. Die Bedeutung intraabdomineller SFT liegt vor allem in der differenzialdiagnostischen Abgrenzung gegenüber anderen Tumorentitäten, vor allem den gastrointestinalen Stromatumoren; hier ist die richtige Artdiagnose für die prädiktive Diagnostik einschließlich der Therapieentscheidung von wesentlicher Bedeutung.

Dignität. Bezüglich der Dignität werden SFT nach der WHO in die Gruppe mit intermediärem biologischem Potenzial (selten metastasierend), also in die dritte Kategorie einer 4-stufigen Dignitätsklassifikation, eingeordnet [1]. Dabei gibt es bislang keine Möglichkeit, anhand morphologischer oder molekularer Befunde das klinische Verhalten eines individuellen Tumors vorherzusagen.

Im Folgenden stellen wir den Fall eines außergewöhnlich großen intraabdominellen solitären fibrösen Tumors mit offenkundig malignem Verlauf vor.

Literatur

Dr. med. Hans-Ulrich Schildhaus

Institut für Pathologie
Universitätsklinikum Bonn

Sigmund-Freud-Straße 25
53127 Bonn

eMail: Hans-Ulrich.Schildhaus@ukb.uni-bonn.de

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