Krankenhaushygiene up2date 2007; 2(1): 21-36
DOI: 10.1055/s-2007-966252
Antibiotikaanwendung

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Antibiotikaanwendung und Resistenzentwicklung

Bernd  Wiedemann
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
02. April 2007 (online)

Kernaussagen

Durch die Zunahme multimorbider Patienten, die in hohem Maße für komplizierte Infektionen mit multiresistenten Bakterien prädisponiert sind, ist es notwendig, klare Strategien zur Eindämmung der Resistenzentwicklung anzuwenden. Dazu gehört in erster Linie ein mikrobiologisches Laboratorium mit modernen Methoden zur Identifizierung von Mikroorganismen und zu deren Resistenzbestimmung auf hohem methodischem Niveau (Bestimmung der MHK) mit hinreichender, auch klinisch-infektiologischer Sachkenntnis. Eine Auswertung aller mikrobiologischer Befunde mit der entsprechenden Aufbereitung zu übersichtlichen Statistiken, ein enger Kontakt zwischen Labor und behandelndem Arzt, eine effektive Antibiotikakontrolle, die sich an den spezifischen mikrobiologischen Daten orientiert und konsequent durchgehalten werden muss und eine ständige Infektionskontrolle sind unabdingbare Voraussetzungen. Alle an diesem Programm beteiligten Personen müssen dabei eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Literatur

Prof. Dr. Bernd Wiedemann

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