Zahnmedizin up2date 2007; 1(1): 13-28
DOI: 10.1055/s-2007-965436
Parodontologie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Full-Mouth-Disinfection

Pia-Merete Jervøe-Storm, Jörg Eberhard, Søren Jepsen
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Publication Date:
24 August 2007 (online)

Einleitung

Die Prävalenz der chronisch entzündlichen Erkrankungen des Parodontiums ist in Deutschland seit 1997 gestiegen, was in den niedergelassenen Praxen zu einem erhöhten Behandlungsaufkommen führen wird (Abb. [1]). Für die nicht chirurgische, ursachengerichtete Therapie der chronischen Parodontitis existieren neben der seit Jahrzehnten etablierten Behandlung mittels quadrantenweiser Wurzeloberflächenbearbeitung (Scaling und Rootplaning) seit einigen Jahren alternative Behandlungskonzepte, die sogenannte Full-Mouth-Disinfection und das Full-Mouth-Scaling. Im Rahmen der zahnmedizinischen Versorgung sollten die zur Verfügung stehenden Ressourcen für die Parodontitistherapie sinnvoll eingesetzt werden, um sowohl eine Unter- als auch eine Überversorgung zu vermeiden. Als Entscheidungshilfe bei der Frage, welche der genannten Parodontitistherapien am besten geeignet ist, soll vor diesem Hintergrund die zurzeit bestehende Evidenz skizziert werden.

Abb. 1 Entwicklung der mittelschweren und schweren Parodontalerkrankungen bei 35- bis 44-jährigen Erwachsenen von 1997 bis 2005 (Quelle: DMS IV).

Literatur

Dr. med. dent. Pia-Merete Jervøe-Storm

Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präv. Zahnheilkunde
Universitätsklinikum Bonn

Welschnonnenstr. 17

53111 Bonn

Email: storm@uni-bonn.de