intensiv 2007; 15(3): 112-113
DOI: 10.1055/s-2007-963258
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Hanno H. Endres1 , Holger Beuse1
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
21. Juni 2007 (online)

Auf Dauer besser: CVVH

Das akute Nierenversagen (ANV) wird gerne entweder mit kontinuierlichen Ersatzverfahren (CVVH) oder der intermittierenden Hämodialyse (IHD) behandelt. Aber unter welchem Verfahren erholt sich die Niere besser?

Max Bell und seine französischen Kollegen haben zwischen 1995 und 2004 die Daten von 2202 Patienten untersucht:

Von den 1102 Patienten, die 90 Tage nach Einschluss in die Studie noch lebten, wurden 944 (85,7 %) mit CVVH und 158 (14,3 %) mit IHD behandelt.

Bei 87 Patienten der CVVH-Gruppe (8,3 %) erholte sich die Nierenfunktion nicht mehr. Unter den IHD-Patienten war dieser Anteil deutlich höher: 26 (16,5 %) waren im Anschluss chronisch dialysepflichtig.

Die CVVH-Behandlung ist also mit einer besseren Erholung der Niere verbunden, auch wenn sich beide Gruppen in der Mortalität nicht unterschieden ([Abb. 1]) (Intensive Care Med 2007; 33 (5): 773 - 780). (hhe)

Abb. 1 Kontinuierliches Nierenersatzverfahren (Foto: Hanno H. Endres).

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