PPH 2007; 13(2): 78-80
DOI: 10.1055/s-2007-962888
Konzepte

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die besondere Eignung von Pferden als Co-Therapeuten für Menschen mit Borderline-Syndrom

R. Schnorbach
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
13. April 2007 (online)

Nach zahlreichen Fallstudien bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass Pferde als Co-Therapeuten bei der Aufarbeitung von frühen Störungen hilfreich sein können. Sie tragen den Mensch auf ihrem Rücken und die Kommunikation mit ihnen verläuft nonverbal über die Körpersprache und basiert auf Einfühlung. Unerfüllte Bedürfnisse aus der frühen Kindheit können auf das Pferd übertragen und symbolisch an ihm nachgeholt werden. Der Schwerpunkt der Reittherapie liegt im Nachvollzug einer emotionalen Reifung, die aufgrund früherer Entwicklungsstörungen nur mangelhaft erfolgen konnte. Das Fundament für diesen Nachreifungsprozess legt das Pferd selbst, indem es den Grundbedürfnissen nach Kontakt und Verständigung nachkommt. Dies ist die Grundlage, auf der neue Wege der Beziehungsgestaltung möglich werden und in der Reittherapie erarbeitet werden können.

Literatur

  • 1 Grossmann K, Grossmann K. Bindungen - das Gefüge psychischer Sicherheit. Stuttgart; Klett-Cotta 2004: 99-130

Regina Schnorbach

Forststraße 13

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