Rofo 2007; 179(5): 525-529
DOI: 10.1055/s-2007-962853
Neuroradiologie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Automatisierte Analyse von Parameterbildern der Hirnperfusion

Computerized Analysis of Brain Perfusion Parameter ImagesB. Turowski1 , D. Haenggi2 , H.-J Wittsack3 , A. Beck4 , V. Aurich4
  • 1Diagnostische Radiologie/Neuroradiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf
  • 2Neurochirurgie, Universitätsklinikum Düsseldorf
  • 3Diagnostische Radiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf
  • 4Institut für Informatik, Universität Düsseldorf
Further Information

Publication History

eingereicht: 13.11.2006

angenommen: 28.12.2006

Publication Date:
13 April 2007 (online)

Zusammenfassung

Ziel: Entwicklung eines automatisierten Verfahrens, das einen unmittelbaren quantitativen Vergleich von Perfusionsparametern erlaubt. Alle Parameter sollen im direkten Vergleich der Gefäßterritorien und im zeitlichen Verlauf übersichtlich dargestellt werden. Die Analyse soll Grundlage für eine weitergehende Untersuchung des zerebralen Vasospasmus nach Subarachnoidalblutung (SAB) sein. Das Verfahren soll eine frühzeitige Diagnose des Vasospasmus ermöglichen. Material und Methoden: In Zusammenarbeit von Informatikern und Medizinern wurde das Programm Angiotux 2D-ECCET entwickelt, das ausgehend von Perfusionsparameterbildern den Kortex automatisch erfasst, in Segmente einteilt und diese Gefäßterritorien zuordnet. Die den Parameterbildern zugrunde liegenden Zahlenwerte werden innerhalb dieser kortikalen Segmente gemittelt und in einer Tabelle und als Übersichtsgrafik ausgegeben. Liegen Verlaufsuntersuchungen vor, so werden die Mittelwerte der Perfusionsparameter automatisch im zeitlichen Verlauf dargestellt. Die Methode wird am Beispiel der CT-Perfusion entwickelt, ist aber auf andere Perfusionsmessungen übertragbar. Ergebnisse: Die automatisierte Analyse der Parameterbilder von Hirnperfusionsuntersuchungen ermöglicht den unmittelbaren Vergleich und die Verlaufsdarstellung der Perfusionsparameter in einer übersichtlichen Darstellung. Es werden sowohl Hemisphärenmittelwerte als auch anatomiebezogene Werte ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt automatisiert in tabellarischer wie auch in grafischer Darstellung. Die tabellarische Ausgabe ermöglicht weitere statistische Analysen. Die automatisierte Analyse ist exakt reproduzierbar, d. h. ein erneutes Starten des Programms liefert exakt das gleiche Ergebnis. Schlussfolgerungen: Die automatisierte Analyse von Hirnperfusionsuntersuchungen mit dem ECCET-Program führt zu reproduzierbaren Ergebnissen, die einen objektiven Vergleich der Perfusionsparameter gegeneinander und eine Darstellung im zeitlichen Verlauf bieten. Die beschriebene Analysemethode ist die Grundlage und die Voraussetzung für die Untersuchung subtiler Perfusionsveränderungen wie sie z. B. im Rahmen des zerebralen Vasosapmus nach SAB auftreten.

Abstract

Purpose: The development of a computerized method which allows a direct quantitative comparison of perfusion parameters. The display should allow a clear direct comparison of brain perfusion parameters in different vascular territories and over the course of time. The analysis is intended to be the basis for further evaluation of cerebral vasospasm after subarachnoid hemorrhage (SAH). The method should permit early diagnosis of cerebral vasospasm. Materials and Methods: The Angiotux 2D-ECCET software was developed with a close cooperation between computer scientists and clinicians. Starting from parameter images of brain perfusion, the cortex was marked, segmented and assigned to definite vascular territories. The underlying values were averages for each segment and were displayed in a graph. If a follow-up was available, the mean values of the perfusion parameters were displayed in relation to time. The method was developed under consideration of CT perfusion values but is applicable for other methods of perfusion imaging. Results: Computerized analysis of brain perfusion parameter images allows an immediate comparison of these parameters and follow-up of mean values in a clear and concise manner. Values are related to definite vascular territories. The tabular output facilitates further statistic evaluations. The computerized analysis is precisely reproducible, i. e., repetitions result in exactly the same output. Conclusion: Computerized analysis of brain perfusion parameters with Angiotux 2D-ECCET is objective and ensures reproducible results. It may become the basis and a requirement for the analysis of minimal changes in brain perfusion prior to irreversible damage from posthemorrhagic vasospasm.

Literatur

Dr. Bernd Turowski

Diagnostische Radiologie/Neuroradiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf

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