Laryngorhinootologie 1980; 59(1): 13-21
DOI: 10.1055/s-2007-1008813
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Die operative Therapie von entzündlichen Erkrankungen des Siebbeines und der Stirnhöhle*

Surgical Management of Inflammatory Disease in the Frontal and Ethmoid SinusesG. Lange* Auszugsweise vorgetragen auf der 63. Versammlung der Vereinigung Südwestdeutscher HNO-Ärzte in Freiburg 21.9.-23.9.1979
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
29. Februar 2008 (online)

Zusammenfassung

Die endonasale Siebbeinausräumung gewinnt im internationalen Schrifttum wieder an Bedeutung. Das Operationsmikroskop ist bei diesem Eingriff sehr hilfreich. Zur Indikation von Siebbeinoperationen ist zu sagen, dass viele der modernen Autoren eine ausgeprägte, aus dem Siebbein stammende Polypositas nasi auch ohne eitrige Sekretion als eine der Indikationen zur Ethmoidektomie betrachten. - Auch im Bereich der Stirnhöhle hat sich der Einsatz des Operationsmikroskops besonders beim Ausbohren der Schleimhaut und zur Beurteilung unklarer Verhältnisse eingebürgert. Die besten kosmetischen Resultate werden durch die osteoplastische Freilegung des Stirnhöhleninhaltes erreicht, wenn nicht eine Osteomyelitis ein solches Vorgehen verbietet. Für die Behandlung der Schleimhaut stehen die Pneumatisation des Stirnhöhlenlumens, seine Verödung und seine Obliteration zur Verfügung. - Operationen am Siebbein und an der Stirnhöhle bergen auch heute noch viele Gefahren. Besonders die endonasalen Techniken sind in ungeübter Hand mit einer hohen Komplikationsrate belastet.

Summary

The operating mikroscope became very important in nasal sinus surgery, especially for operating procedures of the ethmoid sinus. For many authors nasal polyposis without putrid secretion is an indication not only for polypectomy, but for ethmoidectomy. Using the operating mikroscope frontal sinus surgery can be performed in a much more delicate way. The best cosmetic results are seen after osteoplastic opening of the frontal sinus. This technique can not be used if ostitis or osteomyelitis is present. There are several ways to treat mucosal changes in the frontal sinus. Its lumen may be drained as soon as there are no severe mucosal changes. In severe cases the mucosa must be removed and the sinus lumen should obliterate either spontaneously or after implantation of autologous material. - Endonasal surgery of the frontal and ethmoid sinus can be harzadous in unexperienced hands.

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