Fortschr Neurol Psychiatr 1990; 58(5): 191-199
DOI: 10.1055/s-2007-1001183
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Eosinophile Granulozyten im Liquor cerebrospinalis

Eosinophilic Granulocytes in CSFH. W. Kölmel , B.  Jauch , B.  Skotzek , B.  Schmitz
  • Universitätsklinikum Rudolf Virchow Standort Charlottenburg, Berlin
Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
09. Januar 2008 (online)

Abstract

The first section of the paper presents the morphology, structure and function of the eosinophilic granulocytes, while the second part deals with major neurologic diseases in which eosinophils are present or represent significant findings. These data are compared with the results of the author's own examinations of 1,000 unselected cerebrospinal fluid (CSF) samples.

Eosinophils appeared usually in conjunction with infection, followed by foreign body inflammation. If the proportion of eosinophils exceeds 4%, the condition is termed CSF-eosinophilia, which usually develops in the presence of foreign bodies. However, infection may produce similar findings, especially in parasitic disease, and tumours of the central nervous system occasionally present with CSF eosinophilia.

Zusammenfassung

Im ersten Abschnitt der Arbeit werden Morphologie, Struktur und Funktion der eosinophilen Granulozyten dargestellt. Im zweiten Abschnitt folgt die Darstellung der wesentlichen Krankheitsbilder des Zentralnervensystems (ZNS), bei denen Eosinophile im Liquor beobachtet werden oder einen wegweisenden Befund darstellen. Dieser Übersicht werden die Ergebnisse eigener Auswertungen von 1.000 unausgewählten Liquorzellpräparaten beiseite gestellt.

Am häufigsten finden sich Eosinophile, meist in geringer Zahl, bei erregerbedingten Entzündungen des ZNS, dem Zellverhältnis nach am häufigsten bei durch Fremdkörper hervorgerufenen entzündlichen Reaktionen. Liegt der Anteil an Eosinophilen bei 4% oder höher, so kann von einer Liquoreosinophilie gesprochen werden. Solche Befunde weisen am ehesten auf eine Fremdkörperreaktion hin. Sie werden auch bei manchen erregerbedingten Entzündungen, speziell den Zoonosen des ZNS, und bei manchen Tumoren des Gehirns oder seiner Häute beobachtet.

    >