Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift 2006; 1(6): 64-67
DOI: 10.1055/s-2006-961790
DHZ | magazin
Reportage
© Sonntag Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG

Homöopathen ohne Grenzen: Arbeit im Katastrophengebiet Bam im Iran

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Publikationsdatum:
22. Februar 2007 (online)

Um Menschen in Katastrophengebieten beizustehen, hat sich eine Gruppe von Homöopathinnen und Homöopathen zusammengeschlossen. Vor Ort leisten sie unentgeltlich seelische und körperliche Hilfe, respektieren dabei die Kultur der Betroffenen und planen die homöopathische Ausbildung für Ortsansässige. In der iranischen Stadt Bam, die Ende 2003 von einem Erdbeben fast vollständig zerstört wurde, begegneten die Mitarbeiter dem Mut und Überlebenswillen von Menschen, die vom Rest der Welt vergessen wurden.

Homöopathen ohne Grenzen (HoG e.V.) ist eine gemeinnützige unabhängige Organisation, die humanitäre Hilfe in Ländern leistet, die von Armut, Krieg und Katastrophen betroffen sind. HeilpraktikerInnen und ÄrztInnen behandeln und lehren unentgeltlich nach den Lehren der klassischen Homöopathie. Sie arbeiten auf Anfrage und sehen sich als Gäste im Land. Oberstes Gebot ist die Hilfe zur Selbsthilfe, deshalb ist die Ausbildung von zukünftigen Behandlern neben der Behandlung selbst das wichtigste Ziel. Auf diese Weise werden langfristig tragende Strukturen aufgebaut. Das erste Projekt begann vor 10 Jahren in Mostar/Bosnien als spontanes Hilfsprojekt. Heute ist die Homöopathie dort eine etablierte Therapieform. Aus der damaligen spontanen Hilfe entwickelte sich der Verein Homöopathen ohne Grenzen e.V., heute eine Organisation mit über 150 Mitgliedern und Projekten in Bosnien, Mazedonien, Kenia, Honduras, Togo, Sri Lanka, Iran und Sierra Leone.

Einige Projekte sind bereits abgeschlossen, in Sarajewo inzwischen sogar das erste Aufbauprojekt, das Homöopathiedozenten ausgebildet hat.

Abb. 1 Mädchen im Kindergarten für Waisen und Halbwaisen

Abb. 2 Arg-e-Bam, 2500 Jahre alte Festung, fast völlig vom Erdbeben zerstört

Weiterführende Literatur

  • 1 Warken S, Wedel E von, Weinmann S. Das Mostar-Projekt - die Homöopathie zwischen Krieg und Hoffnung. Buchendorf: Verlag Peter Irl 2003

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