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DOI: 10.1055/s-2006-958867
Effektivität von tracheobronchialen Hybridstents
Einleitung: Die Applikation von tracheobronchialen Stents ist in der palliativen Therapie von malignen und benignen Stenosen des zentralen Tracheobronchialsystems etabliert. Sowohl die Applikation, als auch in situ befindliche Stents haben das Risiko von Komplikationen. Technische Innovationen zielen sowohl auf eine verbesserte Applikation, als auch auf die Minimierung von Komplikationen. Das Ziel unserer prospektiven Untersuchungen war die Beurteilung der Effektivität und der Komplikationen von neuartigen Hybridstents (AERO®, Fa. Alveolus, USA).
Methoden: Wir führten bisher 20 Applikationen dieses komplett ummantelten Nitinolstents bei malignen (18, dav. 1 ösoph.-bronch. Fistel) und benignen (2) Indikationen durch (5 x Trachea, 4 x re. HBr., 8 x li. HBr. und 3 x Zw.-Br.). Die Applikationen erfolgten in starrer Technik unter Vollnarkose und Jetbeatmung. Die Nachbeobachtungszeiten betrugen von 2 Wochen bis zu 11 Monaten. 5 Stents wurden wieder entfernt, nach 2 Wochen bis zu 5 Monaten.
Ergebnisse: Die Applikationen waren unter Röntgenkontrolle einfach durchzuführen. Eine Lagekorrektur nach proximal war möglich. Der unmittelbare klinische Effekt war wie erwartet. Wir beobachteten 2 relevante Dislokationen und 2-maliges Gleiten eines Trachealstents, sowie eine Kompression eines Stents. In einem Fall kam es zur Bildung von minimalem Granulationsgewebe. Es traten keine relevanten Sekretretentionen und kein Einwachsen von Tumorgewebe auf. Die Stents konnten ohne Komplikationen und ohne Blutungen wieder entfernt werden.
Diskussion: Die untersuchten Hybridstents zeichneten sich durch eine einfache Anwendbarkeit und durch eine gute subjektive Verträglichkeit und niedrige Komplikationsrate aus. Sie stellen eine Bereicherung des Repertoires der interventionellen Endoskopie bei geeigneten Patienten dar.