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DOI: 10.1055/s-2006-958854
Angiogenetische Marker im Serum korrelieren mit dem Krankheitsverlauf bei Patienten mit einem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom
Einleitung: Die Angiogenese spielt vor allem bei der Tumorprogression und der Metastasenentstehung eine wichtige Rolle. Die Tumorzellen sind dabei in der Lage, eine Vielzahl von die Mikroangiogenese stimulierender Faktoren freizusetzen. Ein Anstieg dieser Faktoren im Serum korreliert mit schlechter Prognose und dem Auftreten von Metastasen.
Methoden: Wir haben VEGF, bFGF, Angiogenin, IL-8 und TNF-alpha im Serum von 37 Patienten mit einem neu diagnostizierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zum Zeitpunkt der Diagnosestellung und nach zwei Zyklen Polychemotherapie untersucht. Die Ergebnisse wurden mit dem Tumorstadium und dem Krankheitsverlauf korreliert. Die Messung der Marker erfolgte mittels eines partikelbasierten Immunoassays an FACS (Becton-Dickinson, Germany).
Ergebnisse: Wir beobachteten eine Korrelation zwischen der Tumorgröße bzw. dem Stadium der Lymphknotenmetastasierung für VEGF, jedoch nicht für Angiogenin oder bFGF. Weiterhin sahen wir einen Anstieg von VEGF und bFGF bei Tumorprogress und einen Abfall beider Marker bei Tumorregression. Bei Angiogenin, IL-8 und TNF-alpha ergaben sich hier keine Zusammenhänge.
Diskussion: Die Ergebnisse unterstreichen die Eignung eines partikelbasierten Immunoassays für die Analyse angiogenetische Faktoren bei der Beurteilung des Tumorverlaufs nach Chemotherapie bei Patienten mit einem NSCLC.