Subscribe to RSS
DOI: 10.1055/s-2006-958853
Verlauf von physischer Leistungsfähigkeit, Dyspnoe und Lebensqualität bei Patienten mit COPD Exacerbation
Einleitung:
Die Schweregradeinteilung der COPD erfolgt funktionsorientiert. Im Mittelpunkt der Beschwerdesymptomatik steht für die Patienten die dyspnoebedingte Leistungslimitation. COPD Exazerbation wird anamnestisch und klinisch definiert. Verlaufsparameter der Exazerbation existieren nur wenige. Ziel dieser Arbeit ist es, bei Patienten mit COPD Exazerbation die physische Leistungsfähigkeit, die Dyspnoe sowie die Lebensqualität im Verlauf zu messen, um diese Krankheitsphase besser beschreiben zu können.
Methodik:
Im Zeitraum von Dezember 2004 bis Oktober 2005 wurde von 82 Patienten, die wegen COPD Exazerbation stationär aufgenommen wurden, bei Aufnahme und vor Entlassung die 6 Minuten Gehstrecke gemessen, die Ruhe- und Belastungsdyspnoe auf einer 10-stufigen Skala abgeschätzt sowie die Lebensqualität mit dem Instrument SF 36 erfasst.
Ergebnisse:
Während sich die bodyplethysmographisch gemessenen Werte nicht änderten, besserte sich die 6 Minuten Gehstrecke von 197 auf 292 Meter signifikant. Die Dyspnoeangaben besserten sich von 4 auf 2 (Ruhedyspnoe) und von 8 auf 6 (Belastungsdyspnoe). Ebenso konnte die globale Lebensqualität signifikant gebessert werden. Das Ausmaß der Leistungsverbesserungen war schweregradabhängig.
Diskussion:
Mit diesen Analysen konnte gezeigt werden, dass die Erfassung der physischen Leistungsfähigkeit mit dem 6 Minuten Gehtest sowie die semiquantitative Erfassung der Ruhe- und Belastungsdyspnoe wertvolle, leicht ermittelbare klinische Verlaufsparameter bei COPD Exazerbation darstellen.