Pädiatrie up2date 2006; 1(1): 53-69
DOI: 10.1055/s-2006-944571
Gastroenterologie
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Gastroenteritis

Klaus-Michael  Keller, Michael  Radke
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
05. September 2006 (online)

Definition

Die Gastroenteritis (Synonyme: infektiöse Diarrhö, akuter Brechdurchfall, Enterokolitis, Lebensmittelvergiftung) ist definiert als eine akute Vermehrung der vorher gewohnten Stuhlfrequenz und/oder Verminderung der Stuhlkonsistenz [1], oft verbunden mit Erbrechen, Übelkeit, Nahrungsverweigerung, Blähungen, Bauchschmerzen und Fieber. Häufigste Ursache sind Virusinfektionen mit einem Häufigkeitsgipfel in unseren Breiten während der Wintermonate und selbstlimitierendem Krankheitsverlauf (ca. 1 Woche). Bei einer Dauer von 14 Tagen und mehr spricht man vom chronischen Durchfall.

Merke: 1-2 dünne Stühle am Tag ohne weitere Beschwerden sind eher eine Normvariante als eine abklärungsbedürftige Krankheit!

Tabelle 1 Normale Stuhlfrequenz Alter Stuhlfrequenz NG/Sgl. unter Muttermilchernährung 8-mal/Tag bis 1-mal/14 Tage (gelegentlich sogar noch seltener!) NG/Sgl. mit Formulanahrung 2- bis 4-mal/Tag 6 Monate bis 3 Jahre 2- bis 4-mal/Tag, ggf. bis jeden 2. Tag ältere Kinder und Jugendliche 3-mal/Tag bis 3-mal/Woche Kinder > 3 Jahre zu 97 % mindestens 1 Stuhl/Tag NG = Neugeborene, Sgl. = Säuglinge, KK = KleinkinderNormale Stuhlmenge: 5 - 10 g/kg KG oder 100 - 200 g/Tag.

Literatur

Prof. Dr. med. Klaus-Michael Keller

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Prof. Dr. med. Michael Radke

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