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DOI: 10.1055/s-2006-943019
Vergleichende Untersuchungen zur Leckage Messung bei verschiedenen CPAP/APAP Geräten
Fragestellung :
In der Auslesesoftware moderner CPAP/APAP Geräte wird die Leckage in L/min quantifiziert. Es handelt sich dabei um die Summation 3 verschiedener Leckagen:
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den Fluss durch die Auslassöffnung der Maske oder des Auslassventils,
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Leckagen, die durch Maskenundichtigkeiten entstehen und
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Fluss durch den geöffneten Mund.
In der vorliegenden Untersuchung soll am Beispiel vier verschiedener Geräte gezeigt werden, ob die Flussangabe mit dem pneumotachographisch gemessenen Fluss übereinstimmt und wie die Leckage-Angabe zu bewerten ist.
Methodik:
In der Modelluntersuchung mittels Beatmungsgerät PV 100, Truma (Atemfrequenz 16/min) wird eine definierte Leckage durch eine kreisförmige Blende mit 5mm Durchmesser simuliert. Der Flow, erzeugt durch das jeweilige CPAP-Gerät, wird durch diese Blende bei aufsteigenden Druckwerten mit einem Flow Analysator (PF 300, imtmedical) gemessen. Danach erfolgt die Leckage-Messung der vier Geräte ebenfalls bei den verschiedenen Drucken mit Auslesen der zugehörigen Software.
Ergebnisse :
Von den vier Geräten (A,B,C,D) geben drei die Gesamtleckage hinreichend genau wieder (Siehe Abbildung). Gerät C erfasst die Leckagen nur, wenn es sich um kurzfristige Leckageänderungen handelt. Dauerleckagen werden von diesem Gerät nicht erfasst. Das Gerät D gibt einen Leckagewert an, der sich deutlich vom gemessenen Gesamt-Flow unterscheidet. Hier wird offensichtlich die Leckage durch die Auslassöffnung abgezogen (bei Druck 9 cmH20 Flussrate 20,3 l/min).
Schlussfolgerung :
Bei der Beurteilung der Leckage Angabe ist eine genaue Kenntnis der Leckagemessung des jeweiligen Gerätes erforderlich.
Wird vom Gerät nur die Gesamtleckage dargestellt, sollte zur Beurteilung der Masken/Mund- Leckage ein druckabhängiger Fluss-Betrag für die Maskenauslass-Öffnungen abgezogen werden.
Gerät A: Leckage (l/min) in Abhängigkeit vom CPAP Wert