Rofo 2006; 178 - VO_408_7
DOI: 10.1055/s-2006-940967

64-Zeilen-CT: Darstellung eines optimierten Untersuchungssprotokolles für die CT-Angiographie der Becken-Bein-Gefäße

K Failing 1, A Witteler 2, HJ Skamel 2, K Mathias 2
  • 1Klinikum Dortmund, Radiologische Klinik Mitte, Köln
  • 2Dortmund

Ziele: Mit der Entwicklung von ultraschnellen Mehrzeilen-Computertomografen sowie den steigenden Anforderungen an eine nicht-invasive Gefäßdiagnostik bezüglich der Bildqualität und diagnostischen Aussagefähigkeit müssen die Akquisitionsprotokolle mit dem Ziel, trotz einer möglichst geringen Kontrastmittelmenge eine homogene Kontrastierung der Gefäße zu erreichen, angepaßt werden. Neben dem exakten Timing mittels Bolutriggerung zum Start der Untersuchung spielt hier die Anpassung der Scandauer an den Bolustransport eine entscheidende Rolle. Methode: 25 Patienten wurden mit einem 64-Zeilen-CT (GE LightSpeed VCT) untersucht (80ml Imeron 400, NaCl-Bolus 30ml NaCl, Rotationszeit 0,5s, Pitch 0,516, Schichtdicke 1,25mm). Die Bildakquisition wurde nach Bolustriggerung mit ROI in der Aorta abdominalis gestartet. Für jeden Patienten wurde die Kontrastierung in der Aorta sowie in 3 weiteren Segmenten der Beinstrombahn mittels ROI bestimmt und die diagnostische Aussagefähigkeit bewertet. Ergebnis: Das verwendete Akquisitionsprotokoll ergab bei allen Patienten diagnostisch aussagekräftige Bilder bei einer mittleren Scanzeit von 25s. Die Untersuchung wurde bei durchschnittlich 220 HE in der Aorta gestartet. Sämtliche Abschnitte der Becken- und Beinstrombahn waren visuell gut beurteilbar bei einer nahezu homogenen Kontrastierung des gesamten Gefäßbaumes. In den vier Messarealen zeigte sich eine mittlere Kontrastierung in Bifurkationshöhe von 300 HE, in der A. femoralis communis von 304 HE, in der A. poplitea von 319 HE und auf Knöchelebene von 197 HE. Schlussfolgerung: Mit der CT-Angiographie der Becken-Bein-Gefäße am 64-Zeilen-CT kann mit reduzierter Kontrastmittelmenge und einer an den Bolusverlauf angepaßten Akquisitionszeit eine homogene Kontrastierung und somit eine hohe diagnostische Aussagefähigkeit sämtlicher Gefäßabschnitte bis zur Knöchelebene erzielt werden.

Korrespondierender Autor: Failing K

Klinikum Dortmund, Radiologische Klinik Mitte, Thymianweg 13, 51061 Köln

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