intensiv 2006; 14(4): 180-185
DOI: 10.1055/s-2006-926891
Intensivpflege

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Kommunikation mit postoperativ verwirrten Patienten[1]

Iris Scharnagel1 , Dorothee Bauernschmidt1 , Andreas Parthum1
  • 1Interdisziplinäre Operative Intensivstation, Universitätsklinikum Erlangen
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
17. August 2006 (online)

Zusammenfassung

Die Interaktionssituation eines Fallbeispiels soll analysiert werden. Dazu werden zunächst die fünf Axiome der Kommunikationstheorie Watzlawicks erläutert. Die Analyse erfolgt durch vergleichende Zuordnung. Anhaltspunkte aus dem Fallbeispiel werden den Axiomen zugeordnet und die Interaktionssituation damit interpretiert. Das Ergebnis zeigt, dass die Theorie Watzlawicks geeignet ist, auftretende Kommunikationsstörungen wie im geschilderten Fall erkennen zu lassen. Ähnliche Situationen können auf diese Weise im Nachhinein reflektiert werden. Dies bietet Pflegenden die Möglichkeit, ihr Verhalten in der Kommunikation mit verwirrten Patienten zu steuern. Durch diesen Lernprozess bei Pflegenden lässt sich langfristig Stress in ähnlichen Interaktionssituationen reduzieren. Abschließend werden aus den gewonnenen Erkenntnissen allgemeine Tipps für den Umgang mit verwirrten Patienten gegeben.

1 Der Artikel entstand aus einer Facharbeit im Rahmen der Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege.

Literatur

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  • 13 Feil N. Validation in Anwendung und Beispielen. München; Ernst Reinhardt Verlag 2004 4. Aufl.

1 Der Artikel entstand aus einer Facharbeit im Rahmen der Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege.

Andreas Parthum

Interdisziplinäre Operative Intensivstation, Universitätsklinikum Erlangen

Fichtestraße 17

91054 Erlangen

eMail: andreas.parthum@freenet.de

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