Z Geburtshilfe Neonatol 2005; 209 - PO_12_8
DOI: 10.1055/s-2005-923291

Ergebnisse einer dreijährigen Fehlbildungserfassung (2002–2004) im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern

DM Olbertz 1, M Voigt 2, I Renz 2, E Wiedersberg 4, M Uhlemann 3, P Hanff 4, C Fusch 2
  • 1Neo, Klinikum Südstadt Rostock
  • 2KK EMAU Greifswald
  • 3KK Uni Rostock
  • 4KK Klinikum Neubrandenburg

Fragestellung:

Prävalenz von Fehlbildungen in Mecklenburg-Vorpommern.

Methodik:

Im Zeitraum vom 1.01.2002–31.12.2004 wurden flächendeckend in 21 Einrichtungen des Landes MV alle Neugeborenen, Totgeborenen und induzierten Aborte, wie auch registrierte spontane Aborte mit Fehlbildungen mittels eines standardisierten Fragebogens erfasst.

Ergebnisse:

Von den 757 Fehlbildungsfällen waren 656 Lebendgeburten, 4 Totgeburten, 52 induzierte Aborte und 5 Spontanaborte. Von den 757 Fehlbildungsfällen waren 727 Fälle Einlinge und 30 Fälle Zwillinge. Die Prävalenzrate aller Fehlbildungen (757 Fälle) liegt bei 2,02%. Bezogen auf 1095 Fehbildungsdiagnosen betrug die Prävalenzrate 2,92%. Die fünf häufigsten Fehlbildungen waren: Ventikelseptumdefekt (18,2%); Hypospadie (7,1%); Hydronephrose (6,3%); Down Syndrom (4,8%); Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte (4,2%).

Schlussfolgerungen:

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen es uns ermöglichen, gezielte Hilfen für betroffene Kinder und deren Familien zu planen und anzubieten.