Subscribe to RSS
DOI: 10.1055/s-2005-923263
Wie häufig sollten Ultraschalluntersuchungen bei Gestationsdiabetes durchgeführt werden?
Ziel: Fetal-growth-based Management von Gestationsdiabetes (GDM) ist mit einer hohen Frequenz von US verbunden. Meist liegt die Makrosomie bereits bei Diagnose vor. Ziel dieser Studie war es, die Mindestanzahl an Folge-US zur Identifikation fetaler Makrosomie im späteren Verlauf der Schwangerschaft zu evaluieren.
Methoden: Bei 1181 Frauen mit GDM wurde der fetale Abdominalumfang (AU) bei GDM-Diagnose und Folgeuntersuchungen in 4-wöchigem Abstand gemessen.
Ergebnisse: Das mittlere GA bei 1.US betrug 26,8 SSW, es wurden 2,3 US pro Frau durchgeführt. 27,6% (n=330) der Feten hatten wenigstens in einem US AU>90. Perzentile, bei 80.3% wurde die Diagnose mit dem 1.US gestellt, bei weiteren 9.4% durch den 2.US. Bei Feten mit AU<90.Perz. bei Diagnose blieben 92.9% (867/933) normosom, bei den verbliebenden 66 wurde ein AU>90. in 48.5% durch den 2.US, in 19.7% durch den 3.US erkannt. 6.3% (21/330) der makrosomen Feten wären ohne 4.US nicht diagnostiziert worden. Selbst bei 1.US <24 SSW wurde AU>90. bei 17.9% (7/39) der Feten erstmalig mit 36 SSW diagnostiziert.
Schlussfolgerung: Je nach GA bei GDM-Diagnose sind bis zu 4 US nötig, um, um alle Fälle fetaler Makrosomie zu diagnostizieren. Eine Erstdiagnose mit 36 SSW hat zwar keine Konsequenzen für die Diabetestherapie jedoch für die Geburtsplanung.