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DOI: 10.1055/s-2005-923205
Geburtseinleitung mit NO-Donatoren
Hintergrund: Vaginal applizierte NO-Donatoren (NOD) stimulieren die Prostaglandin-Produktion in der Cervix uteri. In klinischen Studien konnte die Wirksamkeit von NOD im erfolgreichen Einsatz im 1. und 2. Trimenon gezeigt werden. Die Effektivität von NOD zur Geburtseinleitung am Termin ist bislang unklar.
Studiendesign: 110 Nulliparae am Termin wurden randomisiert und erhielten doppelblind entweder 40mg Isosorbid Mononitrat (IMN) oder Placebo (PLA) in Form von Vaginalsuppositorien in Ergänzung zu Dinoproston 3mg Vaginaltabletten. Diese Medikation wurde zweimal täglich in einem 6-stündlichen Intervall über einen Zeitraum von maximal 2 Tagen verabreicht.
Ergebnisse: Das Intervall zwischen dem Erhalt der ersten Medikation und Entbindung unterschied sich nicht signifikant (IMN: 26.4h(±14.4) vs. PLA: 23.4h(±14.8); p>0.05), die Rate an Spontangeburten innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einleitung war ähnlich (IMN: 23 (41.9%) vs. PLA: 27 (49.1%); p>0.05). Die Anzahl der operativen Entbindungen war höher in der IMN Gruppe (IMN 23 (41.9%) vs. PLA 15 (27.3%); p>0.05). Eine signifikant höhere Anzahl an Patientinnen litt unter Nebenwirkungen der Therapie, vor allem Kopfschmerzen (IMN: 58% vs. PLA: 3.3%, p<0.001).
Fazit: Die Ergänzung von IMN zu Dinoproston resultiert nicht in einer Steigerung der Effektivität der Therapie. Durch die zusätzliche Gabe von IMN traten signifikant mehr Nebenwirkungen auf.