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DOI: 10.1055/s-2005-923196
Blutflussvolumen der fetalen Pfortader im 2. und 3. Trimenon – eine longitudinelle Studie im Niedrigrisikokollektiv
Die fetale Leber spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des intrauterinen Wachstums. Aus tierexperimentellen Untersuchungen weiß man, dass die Funktion der Leber eng mit der Leberperfusion verbunden ist.
Ziel dieser Studie ist die Charakterisierung der fetalen Pfortaderzirkulation.
Methode: 80 Schwangere durchlaufen 4 Ultraschalluntersuchungen im Abstand von 4 Wochen beginnend in der 22. SSW. Gefäßdurchmesser und Blutflussgeschwindigkeit der fetalen Pfortader werden gemessen und unter Annahme eines laminaren Flusses das absolute und das auf das fetale Gewicht bezogene Blutflussvolumen berechnet.
Ergebnisse: Die fetale Pfortader weist grundsätzlich einen pulsatilen Blutfluss auf. Im Laufe der zweiten Schwangerschaftshälfte kommt es zu einer Verdoppelung von Gefäßdurchmesser und Blutflussgeschwindigkeit. Das absolute Blutflussvolumen erfährt eine deutliche Steigerung nach der 32.SSW und weist nahe des Termins eine beträchtliche physiologische Variation auf. Das auf das fetale Gewicht bezogene Blutflussvolumen zeigt ebenfalls eine Zunahme.
Diskussion: Der pulsatile Blutfluss in der fetalen Pfortader kann einer Pulstransmission aus der benachbarten A. hepatica propria geschuldet sein. Die stetige Zunahme des Blutflussvolumens ist Ausdruck der schrittweise wachsenden Bedeutung der Zirkulation im fetalen Magen-Darm-Trakt.