Z Geburtshilfe Neonatol 2005; 209 - PO_5_4
DOI: 10.1055/s-2005-923195

Reproduzierbarkeit und Audit: Unabdingbare Voraussetzung für die Durchführung von venösen Doppler-Studien

C Hofstaetter 1, S Schiermeier 2, J van Eyck 1, B Arabin 1
  • 1Isala Klinieken (Sophia), Clara Angela Foundation
  • 2Frauenklinik Marienhospital Witten, Clara Angela Foundation, Zwolle – NL

Ziel: Ziel der Untersuchung war es, die Reproduzierbarkeit von Doppleruntersuchungen im Ductus venosus in Abhängigkeit von Untersucher und Methode zu analysieren.

Methode: Hierzu wurden durch Untersucher mit verschiedenem Ausbildungsstand und Erfahrung in der venösen Dopplersonographie Serienmessungen des Ductus venosus sowohl in einer longitudinalen und transversalen Einstellung des fetalen Abdomens (ATL 5000) durchgeführt. Der Pulsatilitäts Index für Venen (PIV) wurde automatisch mittels „tracing“ und manuell berechnet, je 5x per Hand longitudinal, per tracing longitudinal, per Hand transversal und per tracing transversal. Die intra- und inter-Untersucher Reproduzierbarkeit wurde mittels Intra-class Correlation Coefiicient (IC) und dem 95% Vertrauens- Intervall ermittelt.

Ergebnisse: Es fanden sich bessere Ergebnisse bei höherem Ausbildungs- und Erfahrungsgrad. Der IC ergab 0.855 (hand longitudinal), 0.526 (tracing longitudinal), 0.897 (hand transversal) und 0.810 (tracing transversal) bei einem Untersucher mit halbjähriger Ausbildung und entsprechend 0.970, 0.951, 0.897 und 0.926 Erfahrung im venösen Doppler von >10 Jahren.

Schlussfolgerung: Gute Ausbildung, Erfahrung und Audit sind Vorraussetzung für die Zuverlässigkeit bei klinischer Anwendung und der wissenschaftlichen Interpretation. Wir glauben, dass vergleichbare Untersuchungen mit Audit auch vor der Ausführung von multi Center-Studien wie z.B. der geplanten TRUFFLE Studie durchgeführt werden sollten.