Z Geburtshilfe Neonatol 2005; 209 - PO_4_8
DOI: 10.1055/s-2005-923185

Placenta percreta – ein Fallbericht

B Queißer 1, K Müller 1, A Klee 1, M Gonser 1
  • 1HSK Wiesbaden, Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Klinik f.Geburtshilfe und Pränatalmedizin

Hintergrund:

Bei Vorliegen einer Placenta praevia sollte eine mögliche Myometriuminfiltration im Sinne einer Placenta percreta/increta sonografisch beurteilt werden, um das peripartale Procedere zu optimieren.

Fallbericht:

Wir berichten über eine 29 jährige VI Gravida III Para, bei der nach zwei vorausgegangenen Sectiones eine Placenta praevia diagnostiziert wurde. Sonografisch zeigte sich eine Placenta praevia totalis an der linkslateralen Uteruswand ohne Abgrenzung zum Myometrium, so dass von einer Placenta increta oder percreta auszugehen war. Aufgrund des sonografischen Situs wurde die Resectio caesarea mit einem rechtslateralen Uteruslängsschnitt durchgeführt. Ein Belassen der Placenta in situ mit anschließender zytostatischer Behandlung war wegen einer starken Blutung im isthmocervikalen Bereich nicht möglich, so dass die Hysterektomie erfolgte.

Schlussfolgerung: Durch die präpartale sonografische Diagnose einer Placenta increta/percreta ist eine Reduktion der mütterlichen Morbidität und Mortalität aufgrund optimaler personeller und logistischer Voraussetzungen in der elektiven Situation möglich.