Z Geburtshilfe Neonatol 2005; 209 - PO_4_6
DOI: 10.1055/s-2005-923183

Neue Analysemethode der fetalen Herzfrequenz im CTG bei wachstumsretardierten Feten

EA Huhn 1, T Fischer 1, R Schneider 2, KTM Schneider 1, G Schmidt 2
  • 1Abteilung Perinatalmedizin, TU München
  • 2Medizinisch Klinik II, TU München

Ziel: Die Abnahme der Kurzzeitvariation bei IUGR-Feten korreliert mit der fetalen Gefährdung. Eine in der Erwachsenenkardiologie erfolgreiche Methode (phase- rectified-signal-averaging, PSRA), mit Vorteilen bei der Untersuchung komplexer biologische Signale, kam erstmals bei der CTG-Interpretation zum Einsatz.

Methode: Die Untersuchung wurde an 74 antepartualen Ruhe-CTG von 74 IUGR- und 162 AGA-Feten durchgeführt. Das gemittelte Tachogramm wird durch einen Parameter AAC, die “avaraged acceleration capacity“ (Haar wavelet) charakterisiert und mit der bisherigen Studienanalyse nach Dawes/Redman verglichen.

Ergebnisse:Die Registrierdauer der CTG betrug im Median 42 Min. Sowohl der neue Parameter AAC (IUGR: 1,97 SpM (1,66–2,23), Kontrollgruppe AGA: 2,49 SpM (2.24–2.72) als auch die Kurzzeitvariation nach DawesRedmann (IUGR: 5,44 msec (4,49–7,38, Kontrolle 7,79 (6,35–9,66 msec) sind bei IUGR-Feten gegenüber der Kontrolle erniedrigt. Der Unterschied ist bei der AAC (p=1,2*10e-14,Z=-7,718) ausgeprägter als bei der Kurzzeitvariation (p=1,1*10e-8, Z=-5,743).

Zusammenfassung: Die PRSA erlaubt eine bessere Unterscheidung der IUGR von den AGA – Feten als die Kurzzeitvbariation nach Dawes/Redman.