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DOI: 10.1055/s-2005-923134
Mütterlicher Diabetes reduziert die anteilige Gefäßoberfläche in den Plazentazotten
Schwangerschaften bei Müttern mit Diabetes Mellitus (DM) Typ I zeigen eine verstärkte Angiogenese im Bereich der fetoplazentaren Gefäße. Wir untersuchten hier, ob die mütterliche diabetische Stoffwechsellage zu Veränderungen der anteiligen Gefäßoberfläche in den Plazentazotten führt.
CD34 (Q-Bend10) gefärbte Paraffinschnitte folgender Patientinnengruppen wurden untersucht: Kontrollen; diät. Behandelter Gestationsdiabetes (GDM), insulinpfl. GDM, DM Typ I und DM Typ I mit weiteren Komplikationen. Ausgewertet wurde die anteilige Gefäßoberfläche in den Plazentazotten durch zufällig ausgewählte Ausschnitte der Präparate.
In der Kontrollgruppe war der Gefäßanteil deutlich höher als in allen anderen Gruppen. Am niedrigsten war der Anteil bei insulinpfl. GDM. Andererseits war beim GDM die durchschnittliche Gefäßanzahl pro Zotte vergleichbar mit den Kontrollen, während bei DM Typ I eine höhere Anzahl von Gefäßen pro Zotte gefunden wurde.
Obwohl sich eine verstärkte Proliferation der plazentaren Gefäße und eine erhöhte Anzahl von Gefäßanschnitten pro Zotte findet, ist die die anteilige Gefäßfläche bei Diabetes dramatisch verringert. Es scheint so, als ob die Elongation der Gefäße einhergeht mit einer verminderten Gefäßerweiterung.