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DOI: 10.1055/s-2005-923098
Patientinnensicherheit in der Geburtshilfe mittels klinischer Behandlungspfade
Der zunehmende Kostendruck und die verstärkten Forderungen nach Patientinnensicherheit (Schwangere und Kind) verlangen von den Geburtskliniken ein stringentes und optimiertes Management ihrer Versorgungsabläufe. Dabei wird zur Reorganisation der komplexen Versorgungsprozesse in der Geburtshilfe der klassische Prozessmanagement-Ansatz weiterentwickelt zu einem klinischen Behandlungspfad mit höherem Detaillierungsgrad. Dieses Vorgehensmodell ist gekennzeichnet durch die Pfadanalyse mit Festlegung der Pfadziele, geeigneter Kennzahlen der Prozess- und Ergebnisqualität, der Dokumentation des Pfades und des Pfadcontrollings. An einem Beispielpfad aus der Geburtshilfe wird diese Optimierung prospektiv geplanter Versorgungsabläufe (inklusive der Analyse möglicher Fehlerquellen und der Fehlervermeidung) dargestellt. Durch die Einführung klinischer Behandlungspfade werden klinikinterne Prozesse optimal abgestimmt und die vorab definierten Pfadziele (Verbesserung der Ergebnisqualität, höhere Patientinnensicherheit, Angehörigenzufriedenheit, Kostenreduktion u.a.) erreicht. Durch die Festlegung von Kennzahlen wie Komplikationsraten, Verweildauer, Wartezeiten, nicht geplante Interventionen/ Maßnahmen, Behandlungskosten etc. gelingt es, komplexe Zusammenhänge transparent zu gestalten. Erste Analysen der Kennzahlen nach der Pfadimplementierung weisen eine positive Tendenz beim Schnittstellen- und Informationsmanagement aus.