Z Geburtshilfe Neonatol 2005; 209 - FV_5_4
DOI: 10.1055/s-2005-923079

Kardiotokographie – Vergleich zwischen interner und externer Ableitung

S Schiermeier 1, JK Morgenstern 1, R Becker 1, W Hatzmann 1
  • 1Marien-Hospital Witten, Frauenklinik der Universität Witten/Herdecke

Einleitung:Ziel dieser Studie ist es zu prüfen, welcher Unterschied in der Erfassung und Auswertung der fetalen Herzfrequenz bei einer simultanen internen und einer externen Ableitung besteht. Methodik:Bei 38 Patientinnen wurde die fetale Herzfrequenz (FHF) sub partu sowohl intern als auch extern registriert. Durch eine computergestütze Analyse wurde der Anteil der auswertbaren Registrierzeiten, die ermittelte fetale Herzfrequenz und die Herfrequenzvariation in beiden Erfassungsmethoden bestimmt.

Ergebnisse: Bei der dopplersonographisch Aufzeichnung kam es zu einem Signalausfall von 30,1%, bei der direkten Ableitung betrug der Ausfall 8,2%. Die Gesamtmittelwerte beider Verfahren korrrelierten gut miteinander (r=0,987). In 29,8% der Einzelmessungen bestand keine Differenz zwischen den beiden Messmethoden. In 53,2% lag die mit dem Ultraschallsignal gewonnene FHF über der mittels direktem EKG erhaltenen FHF. Bei der Registrierung der FHF durch Ultraschall sind die Standardabweichungen der Kurzzeitvariationen und der Änderungsgeschwindigkeiten kleiner als in der Vergleichsgruppe.

Schlussfolgerungen: Durch den Einsatz der externen Ultraschall-Kardiotokographie wird die Dynamik der fetalen Herzfrequenz nur eingeschränkt wiedergegeben. Es bleibt zu prüfen, inwieweit diese Abweichungen bei aktuellen computergestützten CTG-Auswertungen von klinischer Relevanz sind.