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DOI: 10.1055/s-2005-920884
Apoptoseneigung peripherer T-Zellen von Patientinnen mit primären Mammakarzinom durch die erniedrigte Expression von TCR-zeta-Ketten?
Zielsetzung: Eine tumorspezifische Immunantwort fordert die klonale Expansion und Differenzierung naiver T-Zellen zu antigenspezifischen T-Effektorzellen. Für diese T-Zellaktivierung ist ein optimales T-Zellpriming (B7-CD28 Interaktion) als auch eine effektive intrazelluläre Signaltransduktion durch die Phosphorylierug von TCR zeta-Ketten von entscheidender Bedeutung.
Hingegen wird die Apoptose peripherer T-Zellen durch die Bindung von Fas
(CD95) an Fas-L (Ligand) induziert. Ziel unserer Untersuchungen ist es deshalb zu klären, ob bei Patientinnen mit primären Mammakarzinom eine veränderte Expression von TCR-zeta und CD95 vorliegt und damit ein Zusammenhang zwischen TCR-zeta abhängiger Signaltrans-duktion und Apoptose besteht.
Methode: Im Vergleich zu altersentspechenden gesunden Probandinnen (n=30) werden die Immunzellen im peripheren Blut von Patientinnen mit primären Mammakarzinom
(n=60) phänotypisiert und ihre Quantität und Aktivitätsstatus per Durchflusszytometrie ermittelt. Durch den Mann-Whitney Wilcoxon U-Test werden die Ergebnisse mit den klinisch-pathologischen Prognosefaktoren bei Mamma-karzinom korreliert.
Ergebnisse/ Schlussfolgerung: Mammakarzinompatientinnen zeigen im Vergleich zu gesunden Probandinnen eine hochsignifikante Verringerung von CD8+/TCRζ+ bzw. CD4+/TCRζ+- Zellen (p<0,001). Dies ist Hinweis für eine reduzierte T-Zellaktivierung im Sinne einer gestörten intrazelluläre Signaltransduktion. Vielmehr ist auch das für das T-Zellpriming wichtige Oberflächenmolekül CD28 (Ligand zu B7 auf antigenpräsen-tierende Zellen) signifikant weniger häufiger bei Karzinompatientinnen exprimiert. Interessanterweise gehen diese Beobachtungen mit einer hochsignifikanten Erhöhung (p<0,001) des Oberfächenmoleküls CD95 auf CD4+ und CD8+-Zellen einher. Somit scheint die erniedrigte Expression von TCR-zeta mit einer möglichen Apoptoseinduktion im Zusammenhang zu stehen und damit Auswirkungen auf die funktionelle Integrität der spezifischen Immunantwort zu haben.