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DOI: 10.1055/s-2005-920296
Therapiekontrolle nach Radiofrequenzablation des hepatozellulären Karzinoms mittels low-MI Kontrastmittelsonographie
Hintergrund: Die Radiofrequenzablation (RFA) als lokal-ablatives Verfahren wird beim hepatozellulären Karzinom (HCC) bei Kontraindikationen für ein resezierendes Verfahren sowohl in palliativer, als auch in kurativer Indikation angewandt. Die Evaluation der Ausdehnung der therapeutisch induzierten Gewebsnekrose nach RFA und die Verlaufsbeurteilung von HCC Läsionen nach RFA ist zur Beurteilung des Behandlungserfolges und zur sensitiven Detektion eines Rezidives erforderlich. Erst durch Einführung der Kontrastmittelsonographie (CEUS) mit low-MI Imaging sind mittels Ultraschall verlässliche Aussagen über die normale und pathologische Vaskularisation eines Leberherdes unter real-time Bedingungen zu machen. Da kurzfristige Verlaufskontrollen in dreimonatigen Intervallen zum Nachweis eines HCC Rezidives durchgeführt werden müssen, ist die Verlaufsbeurteilung mittels CT oder MRT organisatorisch aufwendig. Eine kontrastmittelsonographische Effektivitätskontrolle der erfolgten Radiofrequenzablation während bzw. direkt nach der sonographisch gesteuerten Intervention wäre sinnvoll und organisatorisch wertvoll. Ziele: Es sollte ermittelt werden, ob mittels low-MI Kontrastmittelsonographie (CEUS) gegenüber der Mehrphasen-MSCT eine vergleichbare Aussage bezüglich der Vollständigkeit einer Ablation nach RFA eines HCC Herdes erreicht werden kann. Material und Methoden: Bei 52 Patienten mit insgesamt 85 HCC Läsionen wurde vor und nach Radiofrequenzablation eine CEUS mit dem Ultraschallkontrastmittel Sonovue in realtime low-MI-Technik durchgeführt. Einschlusskriterium vor RFA war die Kontrastmittelaufnahme der HCC Läsion in der (früh-)arteriellen Phase. Diese wurde in 90% (n=77/85) beobachtet. Ergebnisse: Es wurden bei 43 Patienten mit 77 HCC Läsionen prospektiv vor und 1 Woche nach RFA die CEUS durchgeführt und anschließend mit den Ergebnissen der Mehrphasen-MSCT verglichen. Hierbei zeigte sich eine Übereinstimmung in 92%. Die Sensitivität der CEUS in der Detektion von unvollständigen HCC Ablationen war 89%. Die Spezifität lag bei 93%. Zusammenfassung: Verglichen mit der Mehrphasen-MSCT weist die Kontrastmittelsonographie in low-MI Technik eine vergleichbar gute Sensitivität und Spezifität in der Erfolgskontrolle eines durch RFA behandelten HCC auf.
Keywords: Kontrastmittelsonographie; Radiofrequenzablation; Hepatozelluläres Karzinom; Ultraschall