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DOI: 10.1055/s-2005-920292
Endosonographisch gesteuerte Feinnadelaspiration: prospektive Studie zur Aufarbeitung der Zytologie und Histologie
Einführung: Die endosonographisch gesteuerte Feinnadelaspiration ist eine etablierte risikoarme Untersuchungsmethode zum Erhalt von zytologischen und histologischen Material. Zur zeit existieren keine Studien zur genauen Verarbeitung der gewonnenen Histologien und Zytologien. Ziel dieser Arbeit war es genau zu Untersuchen mit welchem Materialanteil der höchste diagnostische Erfolg zu erreichen war. Material und Methoden: In 30 Patienten wurde eine EUS-FNA mit einer Standard 22 G Nadel (7–9 Passagen) durchgeführt. Punktiert wurden mediastinale LK, paragastrale Raumforderungen, Pankreastumore und paraduodenale Lymphknoten. Je nach Qualität konnten auf diesem Wege 4 unterschiedliche Einheiten zur mikroskopischen Untersuchung fertiggestellt werden: 1. Abtupfpräparat des Zylinders 2. Histologischer Zylinder 3. Ausstrich der aspirierten Flüssigkeit 4. Ausstriche der ausgesprühten Flüssigkeit aus der Nadel. Ergebnisse: Anhand der Untersuchung des histologischen Zylinders konnte der Pathologe eine Aussage in 18 von 30 Fällen treffen (60%). Anhand der Untersuchten Ausstriche war eine Aussage in 28 von 30 Fällen möglich (93%). Diskussion: In dieser zur Zeit noch andauernden prospektiven Studie erscheint die Aussagekraft der anhand der EUS-FNA gewonnenen Flüsssigkeitsausstriche gegenüber der Histologie deutlich höher zu sein. Insbesondere konnte durch die Kombination der Ergebnisse der Ausstriche aus dem Zylinder mit dem Ausstrichen aus der ausgesprühten Flüssigkeit in fast allen Patienten eine sichere Diagnose erlangt werden. Sollten sich diese vorläufigen Resultate bestätigen lassen sollte erwogen werden ob bei der EUS-FNA auf ein Zylinder zur histologischen Verarbeitung verzichtet werden kann.
Keywords: EUS-FNA, Endosonographie, Punktion