Hebamme 2005; 18(3): 153-155
DOI: 10.1055/s-2005-918610
Fruchtwasserembolie
Geburt
© Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG

Fruchtwasserembolie - ein seltener, aber schwerer geburtshilflicher Notfall

Sven Hildebrandt
Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
05. Dezember 2006 (online)

Zum Thema

Die Fruchtwasserembolie gehört zu den problematischsten geburtshilflichen Notfallsituationen und ist von Hebammen und Geburtshelfern wegen des dramatischen Verlaufs und des oft tödlichen Ausgangs besonders gefürchtet. Die Angst vor dieser Komplikation sollte jedoch aus zwei Gründen begrenzt bleiben:

  1. Die Fruchtwasserembolie ist ein sehr seltenes Ereignis. Die Angaben zur Häufigkeit schwanken stark (1:4000 bis 1:30000). Statistisch gesehen dürften also nur wenige Hebammen und Geburtshelfer im Laufe ihres Berufslebens diesem Notfall begegnen.

  2. Der Handlungsspielraum der Hebamme oder des Geburtshelfers ist beim Auftreten einer Fruchtwasserembolie äußerst begrenzt. Der Verlauf wird von Faktoren bestimmt, die die Ersthelfer im Geburtsraum kaum beeinflussen können.

Dennoch ist gerade wegen der akuten Lebensgefahr beherztes und besonnenes Handeln die Voraussetzung für eine schnelle und effiziente intensivmedizinische Betreuung der Gebärenden.

Anschrift des Autors:

Dr. Sven Hildebrandt

Hebammenpraxis Bühlau

Grundstr. 174

01324 Dresden

eMail: info@dr-sven-hildebrandt.de

    >