Gastroenterologie up2date 2005; 1(1): 12-13
DOI: 10.1055/s-2005-870364
Klinisch-pathologische Konferenz
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Imatinib-Resistenz eines metastasierten GIST - Zweiter Kommentar

Peter  Hohenberger
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Publication Date:
19 September 2005 (online)

Sicht des Chirurgen

Die vorliegende Kasuistik von Wardelmann et. al. beschreibt einen Meilenstein in der modernen zielgerichteten Therapie gegen spezielle Tumorstrukturen bei soliden Malignomen. Die „targeted therapy” hat bei gastrointestinalen Stromatumoren wie bei bisher keiner anderen Tumorentität zu einem Durchbruch in der Behandlung oft diffus metastasierter, weit fortgeschrittener Tumorleiden geführt: Noch vor 5 Jahren hatten Patienten mit einer peritonealen oder hepatischen Metastasierung eine Lebenserwartung von weit weniger als 12 Monaten - heute, nach der Einführung von Imatinib, beträgt der Anteil progressionsfreier Patienten nach 2 Jahren ca. 60 %. In den randomisierten Studien der EORTC bzw. der USA ist die mediane Überlebenszeit 4 Jahre nach Studienbeginn gerade eben erreicht. Bestand initial die Hoffnung, dass durch eine gegen den Pathomechanismus der GIST gerichtete Behandlung das Tumorwachstum auf Dauer mit einer oralen Medikation kontrolliert werden könnte, zeigte sich jedoch rasch, dass es kontinuierlich Patienten gibt, deren Tumor progredient ist. Die Kaplan-Meier-Kurven für progressionsfreies Überleben haben auch nach mehr als 3 Jahren noch kein Plateau erreicht [1].

Literatur

Prof. Dr. med. Univ. Peter Hohenberger

Chirurgische Univ.-Klinik Mannheim

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