Klin Monbl Augenheilkd 2005; 222(6): 499-504
DOI: 10.1055/s-2005-857942
Kasuistik

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Mitomycin C bei oberflächlichen Hornhautablationen mit dem Excimer-Laser: Eigene Erfahrungen und Literaturübersicht

Mitomycin C in Refractive Corneal Surface Surgery with the Excimer Laser: First Experience and Review of the LiteratureU. B. Kottler1 , H. B. Dick1
  • 1Augenklinik mit Poliklinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Eingegangen: 12.5.2004

Angenommen: 28.12.2004

Publikationsdatum:
23. Juni 2005 (online)

Zusammenfassung

Die Hauptprobleme nach oberflächlicher Hornhautablation mit dem Excimer-Laser bestehen in der Ausbildung eines subepithelialen Haze in der Sehachse mit Visusreduktion durch Transparenzverlust, Oberflächenirregularitäten und der Regression des erreichten refraktiven Ergebnisses. Die Verwendung des antibiotisch und antineoplastisch wirkenden Mitomycins C (MMC) in der refraktiven Chirurgie erfolgt unter der Vorstellung, dass dadurch Wundheilungsmechanismen, die zu einer subepithelialen Fibrosierung führen können, gehemmt werden. Wir berichten über eigene Erfahrungen und den aktuellen Literaturstand. Danach ist MMC (0,2 mg/ml über 2 Minuten lokal angewendet) ein sicheres und wirksames Mittel zur Verhinderung einer myopen Regression und zur Reduktion, Behandlung oder Verhinderung des postoperativen Haze. Nach eigenem Einsatz von MMC kam es zur Verbesserung von Visus und Lokalbefund bei 3 Augen von 2 Patientinnen nach oberflächlicher Hornhautablation. Die Aussagekraft der hier und in der Literatur vorliegenden Ergebnisse wird noch begrenzt durch die geringe Fallzahl der einzelnen Studien und die Nachbeobachtungszeit von maximal 2 Jahren.

Abstract

Haze formation with loss of corneal transparency and surface irregularities and myopic regression are the major complications after corneal refractive surface surgery. The use of mitomycin C (MMC) with its antibiotic and antineoplastic properties is intended to inhibit wound healing mechanisms leading to subepithelial fibrosis. We report the use of MMC to achieve visual rehabilitation in the re-treatment of 3 eyes of 2 patients following refractive corneal surgery. According to the literature, the local use of MMC 0.02 % for 2 minutes is safe and enables one to treat and prevent stromal haze and myopic regression and allows a reduction of the postoperative topical pharmacotherapy. Results are still limited due to small case numbers and short follow-up periods.

Literatur

Prof. H. Burkhard Dick

Leitender Oberarzt, Universitäts-Augenklinik

Langenbeckstraße 1

55131 Mainz

Telefon: ++ 49/61 31/17 54 45

Fax: ++ 49/61 31/17 55 66

eMail: [email protected]