Z Orthop Ihre Grenzgeb 2004; 142(5): R37-R57
DOI: 10.1055/s-2004-830406
Orthopädie-Refresher

Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Epiphyseolysis capitis femoris

R. Krauspe1 , K. Seller1 , B. Westhoff1
  • 1Orthopädische Universitätsklinik, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Further Information

Publication History

Publication Date:
07 October 2004 (online)

Die Epiphyseolysis capitis femoris ist die typische Hüfterkrankung im Adoleszentenalter. Sie ist definiert

Definition: multifaktoriell bedingte Gefügelockerung der proximalen Wachstumsfuge zwischen Epi- und Metaphyse mit Desintegration des Hüftkopfs von der Wachstumsfuge.

als eine multifaktoriell bedingte Gefügelockerung der proximalen Wachstumsfuge zwischen Epi- und Metaphyse mit Desintegration des Hüftkopfs von der Metaphyse. Man spricht von einem Abrutsch des Hüftkopfes typischerweise nach medio-dorso-kaudal. Relativ zum Hüftkopf kann man den Abrutsch auch als einen solchen des proximalen Femurs vom Hüftkopf beschreiben, der sich nach lateral, kranial und ventral in Bezug zum Hüftkopf disloziert.

Neben den allgemeinen chirurgischen Komplikationen stellen die avaskuläre Hüftkopfnekrose und die Chondrolyse die wesentlichen krankheitstypischen oder durch die Behandlungsmethode entstandenen Frühkomplikationen dar. Die wesentliche Spätkomplikation ist die sekundäre Koxarthrose. Der Nutzen einer prophylaktischen Spickung der noch nicht abgerutschten Gegenseite wurde in den letzten Jahren überwiegend in Nordamerika kontrovers diskutiert. Heute lassen sich durch mehrere Publikationen [[7], [21], [26]] und eigene Untersuchungen [[12], [27]] klare Argumente für eine prophylaktische Fixation zeigen.

Literatur

Prof. Dr. med. R. Krauspe

Orthopädische Klinik
Universitätsklinikum Düsseldorf

Moorenstraße 5

40225 Düsseldorf