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DOI: 10.1055/s-2004-828754
Ist die Fuchs Heterochromie Zyklitis eine Virusinfektion?
Die Ätiologie der Fuchs Heterochromie Zyklitis (FHZ) ist seit der Beschreibung durch Fuchs 1906 ungeklärt. Veränderungen des Kammerwassers bei FHZ sollten daher untersucht werden.
Patienten und Methode: Das Kammerwasser von 54 Patienten mit FHZ und vergleichend von 27 Augen mit Iritis, 25 Augen mit Toxoplasmose Retinitis, 24 Augen mit Herpes simplex Uveitis und 50 Augen mit einer Katarakt wurde analysiert. Die Albumin- und IgG-Konzentrationen wurden im Kammerwasser und Serum bestimmt und die intraokulare Antikörperbildung mit dem Antikörper-Index, korrigierter Goldmann-Witmer-Index, ermittelt.
Ergebnisse: Bei den 54 Augen mit einer klinisch definierten FHZ wurde im Kammerwasser immer ein erhöhter Röteln-Antikörper-Index nachgewiesen.
Das Kammerwasser der Kontrollaugen wies entweder keine oder einen im Normbereich liegenden Röteln-Antikörper-Index auf. Bei der Toxoplasmose Retinitis und Herpes simplex Uveitis waren die spezifischen Antikörper für Toxoplasma gondii und Herpes simplex Virus im Kammerwasser erhöht.
Bei 6 von 29 Augen konnte mit der Polymerasekettenreaktion (PCR) das Röteln-Virusgenom im Kammerwasser nachgewiesen werden.
Schlussfolgerung: Der erhöhte Röteln-Antikörper-Index und der Nachweis des Röteln-Virusgenoms lassen vermuten, dass die Ätiologie der FHZ eine chronische Röteln-Virusinfektion ist.