Klin Monbl Augenheilkd 2004; 221 - R42
DOI: 10.1055/s-2004-828752

Infektionskrankheiten des Auges: Antimikrobielle Pharmakotherapie

U Panten 1
  • 1Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Technischen Universität Braunschweig

Bei den meisten Fällen von infektiöser Konjunktivitis und Keratitis steht die lokale Therapie mit antimikrobiell wirksamen Präparaten im Vordergrund. Dabei können in der Regel wesentlich höhere Wirkstoffkonzentrationen appliziert werden als bei systemischer Therapie, so dass Keime in den Konjunktiven und der Kornea gut erreicht werden. Es können einige unerwünschte Wirkungen auftreten, die aber meistens nicht schwerwiegend sind. Die lokal applizierten Gesamtmengen der Wirkstoffe sind so gering, dass systemische Wirkungen nach Resorption ins Blut nicht zu erwarten sind. Aus Vorsichtsgründen gibt es dennoch für einige Wirkstoffe eine Kontraindikation für die lokale Applikation in der Schwangerschaft und der Stillzeit. Bei schweren und gefährlichen Verlaufsformen von infektiöser Konjunktivitis und Keratitis, wie z.B. bei Zoster-Keratitis, wird eine systemische antimikrobielle Therapie duchgeführt. Im Referat sollen die lokale und die systemische antimikrobielle Therapie aus pharmakologischer Sicht besprochen werden.