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DOI: 10.1055/s-2004-827755
MRT des Innenohrs: axiale T2-gewichtete turbo Spin-Echo Aufnahmen, Maximumintensitätsprojektionen und 3-D Rekonstruktionen zur Darstellung anatomischer Details und pathologischer Veränderung
Ziele: Darstellung anatomischer Details und pathologischer Veränderungen mittels der T2-gewichteten turbo Spin-Echo Sequenz mit unterschiedlicher Auflösung und hieraus erstellten Maximumintensitätsprojektionen und 3-D Volumenrekonstruktionen. Methode: 80 Patienten mit Schwindel (27), Hörminderung (24), Tinnitus (4) oder kombinierte Symptome (21) wurden in diese prospektive Studie eingeschlossen. Eine TSE Sequenz (TR/TE 2000/500 ms) wurde mit einer Matrix von 128×128 und 256×256 bei einem Messfeld von 90mm2 beiderseits durchgeführt (160 Felsenbeine). Für beide Sequenzen wurden MIPs mittels der Scannersoftware und 3-D Rekonstruktionen an einem Bildverarbeitungscomputer (EasyVisoion, Philips, Best, Niederlande) durchgeführt. Die Darstellung anatomischer Details und Vorliegen und Darstellung pathologischer Veränderungen wurden von zwei Radiologen im Konsensus beurteilt (Skala 0–3). Ergebnis: Filigrane anatomischen Strukturen, wie die Lamina Spiralis und der Modiolus, sowie die 4 Äste der Nerven im inneren Gehörgang waren auf den hochauflösenden axialen Einzelschichten am besten sichtbar (2,5; p<0.05). Die MIP zeigten die Cochlea signifikant besser als die 3-D Rekonstruktion der nicht hochauflösenden Datensätze. Die 3-D Rekonstruktionen waren bei der Darstellung des Vestibulums und der Bogengange der MIP überlegen. Die MIP aus dem hochauflösenden Datensatz war bei der Darstellung der Cochlea der 3-D Rekonstruktion unterlegen. Bei 27 Patienten mit pathologischen Veränderungen konnte gezeigt werden das diese in der hochauflösenden und weniger hochauflösenden Einzelschichtuntersuchung gleich gut sichtbar waren. Schlussfolgerung: Zur Untersuchung vor Anlage eines cochleären Implantates sollte die sehr hochauflösende TSE durchgeführt werden, erworbene pathologische Veränderungen können hinreichend mit der weniger hochauflösenden TSE dargestellt werden. Die MIP veranschaulicht die Anatomie der Cochlea sehr gut, die 3-D Rekonstruktionen sind am besten zur Präsentation von Bogengängen und Vestibulum geeignet.
Key words
Innenohr - Bildnachverarbeitung - MRT